Planegger Sommergarten: 13.000 Aufrufe für Instagram-Videos der Feuerwehr
Stand: 09.08.2026, 18:22 Uhr
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Plakate, Banner, Radiobeitrag und Instagram-Videos: In Planegg werden alle Register gezogen, um auf den Pop-up-Biergarten am kommenden Wochenende beim Bahnhofsvorplatz aufmerksam zu machen. Besonders engagiert zeigt sich eine Gruppe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die jeden Tag ein Kurzvideo hochlädt.
Planegg – Der „Planegger Sommergarten“ nimmt Gestalt an. Die ersten Hütten stehen bereits auf dem ehemaligen Heide-Volm-Parkplatz östlich der Bahngleise. Nach und nach bringen die Bauhofmitarbeiter den Rest sowie die Biertischgarnituren. Eine überdachte Bühne und reichlich Sonnenschirme ergänzen die Ausstattung des Pop-up-Biergartens. Der Sand für den Sandkasten soll am Freitagmorgen geliefert werden. Und am Samstag, 15. August, 15 Uhr, geht es los: Dann soll die teils von Bäumen und Sträuchern eingefasste Asphaltfläche zu einem Ort der Begegnung werden.

Der Biergarten für ein Wochenende stellt die erste Zwischennutzung des Heide-Volm-Areals dar. „Wir hatten schon im letzten Gemeinderat geplant, die trostlose Fläche zu beleben. Leider ging nie etwas zusammen“, sagt Planeggs 2. Bürgermeisterin Judith Grimme. Als Felix Kempf, seit Mai neu im Amt des Bürgermeisters, sie fragte, ob sie das Projekt übernehmen wolle, habe sie sofort zugesagt. „Wir sammeln jetzt Erfahrungen. Wir wollen anfangen und nicht immer nur reden“, so Grimme.
Die Gemeindeverwaltung entschied, nicht Firmen mit einer Veranstaltung zu beauftragen, sondern die Vereine mit ins Boot zu holen. Und die zeigten sich aufgeschlossen. 14 Vereine und Institutionen engagieren sich nun, um den Sommergarten zu einem Erfolg zu machen. Mit dabei sind die Freiwillige Feuerwehr Planegg, die Hubertusschützen Martinsried, der Trachtenverein D‘Almarösler, die DJK Würmtal, die Katholische Jugend Planegg, der Jugendtreff Waaghäusl, der SPD-Ortsverein, der CSU-Ortsverband, die Naturfreunde Würmtal, der Verein Miteinander, der SV Planegg-Krailling, der Ortsverband der Grünen, die BRK-Bereitschaft Planegg/Krailling und die Faschingsgesellschaft Würmesia.
Sie kümmern sich um den Getränke- und Bierausschank und die Aperolbar. Sie bieten Currywurst mit Pommes an, dazu Bratwurstsemmeln, unterhalten einen Brotzeitstand, verkaufen Eis, Crêpes, Waffeln, Popcorn und Zuckerwatte. „Wie in jedem traditionellen bayerischen Biergarten dürfen Besucherinnen und Besucher selbstverständlich auch ihre eigene Brotzeit mitbringen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Gespräche und Musik am Bahnhofsareal
Das gemeinsame Erleben stehe im Mittelpunkt: „Zusammensitzen, miteinander ins Gespräch kommen, Musik genießen und einen sommerlichen Tag auf dem Planegger Bahnhofsareal verbringen.“
Auf der Bühne spielt am Samstag von 15.30 bis 17.30 Uhr Erik, von 18 bis 20 Uhr Soulchicken und von 20.30 bis 22.30 Uhr legt DJ Fabi auf. Am Sonntag tritt von 15 bis 17 Uhr Sebastian Schwarzbach auf. The Cupcakes spielen von 18 bis 20 Uhr.
Der Sommergarten wurde laut Grimme flächendeckend beworben mit Plakaten und Bannern. Ein Radiosender führte ein Interview mit der 2. Bürgermeisterin. Grimme sagt: „Ich hoffe, es macht die Runde.“ Auch die Vereine leisten ihren Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit. Eine Gruppe Feuerwehrler kam vor acht Tagen zusammen, um mit dem Smartphone Kurzvideos aufzunehmen, unterlegt mit Musik, Untertiteln und visuellen Effekten.
Michaela Budau, die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, legte eigens einen Instagram-Kanal an. Unter https://www.instagram.com/planegger_sommergarten/ wird jeden Tag ein Reel hochgeladen. „Wir haben zwar nicht viele Follower, aber mittlerweile ist unsere Reichweite auf mehr als 13.000 Aufrufe gewachsen“, sagt Budau. Die Darsteller sprechen für die Gesamtheit der engagierten Vereine. Deswegen tragen sie auch Freizeitkleidung und keine Feuerwehruniform.
Bürgermeister Kempf ist zuversichtlich, dass der Planegger Sommergarten ein Erfolg wird: „Es ist ein tolles Musikprogramm, es sind tolle Angebote. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können.“ Eine kleine Einschränkung macht er aber doch: „Extreme Hitze und extremer Regen sind das, was wir uns nicht wünschen.“