Wie ATI zu Radeon wurde und der Aufstieg der Grafikmarke begann

Wir alle kennen und schätzen die Radeon-Grafikkarten aus dem Hause AMD. Doch wissen Sie auch, woher die Grafiktechnologie ursprünglich stammt? PCGH wirft einen Blick auf die Radeon-Geschichte. Teil 1: ATI (1985-2010). Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2026.

 ATI: Die Geschichte hinter Radeon und AMD-Grafikchips -- Teil 1
Bildquelle: PC Games Hardware

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Die bescheidenen Anfänge
  2. 2 Vom Wunder zum Flieger

  3. 3 ATI entwickelt Wut

  4. 4 128 gute Gründe

  5. 5 Architektur-Reset

  6. 6 Ein schattiges Schätzchen

  7. 7 R300-Roundhouse-Kick

  8. 8 Schnell, aber langweilig

  9. 9 Shader Model 3 done right

  10. 10 Benchmarks

  11. 11 AMD kauft ATI

  12. 12 G80 hui, R600 pfui

  13. 13 Gesundschrumpfen

  14. 14 Starkes Comeback

  15. 15 Eine Legende betritt die Bühne

  16. 16 Das Ende einer Ära

Die Radeon-Geschichte

Teil 1: ATI (1985-2010)

Radeon-Grafikkarten sind aus modernen Gaming-PCs nicht wegzudenken. Doch das war nicht immer so. Der Erfolg basiert auf harter Arbeit, Zielstrebigkeit und auch ein wenig Glück. In diesem Artikel beleuchten wir nicht nur die Anfänge von "Radeon", sondern auch den tatsächlichen Startschuss: die Gründung von ATI, der heutigen Grafikabteilung von AMD. Den Teil 2 zur Radeon-Geschichte finden Sie ebenfalls auf PCGH.de: [PLUS] Radeon-Geschichte XXL: Legenden, Flops und große Comebacks

Die bescheidenen Anfänge

Die Anfänge von ATI ähneln denen der anderen großen Namen des
Silicon Valley: Eine Gruppe junger Herren, den Bits und Bytes zugeneigt, beschließt, eine Firma zu gründen - genau das taten Lee Ka Lau, Benny Lau und Kwok Yuen Ho im Jahr 1985.

Erste Erfolge verzeichnete "Array Technologies Incorporated" (kurz ATI) mit 8-Bit-Grafikkarten für den ISA-Steckplatz, die hauptsächlich den Monochrome-Display-Adapter-Standard (MDA) bedienten. Dabei handelte es sich um einen reinen Textmodus mit 80 Spalten und 25 Zeilen - Computer-Steinzeit, könnte man sagen. Zu den ersten Kunden zählten OEM-Hersteller der aufstrebenden IBM-kompatiblen PCs.

Es folgten Produkte wie die Small Wonder für den 16-Farben-CGA-Standard, die EGA Wonder mit bis zu 720 × 540 Pixeln bei reduzierter Farbtiefe sowie die VGA Wonder. Letztere unterstützte erstmals den 1987 von IBM mit den PS/2-Systemen etablierten VGA-Standard. Dieser erforderte 256 KiByte Grafikspeicher sowie eine Palette von 262.144 Farben, von denen je nach Auflösung 16 (640 × 480 Pixel) bis 256 (320 × 200 Pixel) gleichzeitig darstellbar sein mussten. Mit diesen Produkten legte ATI den Grundstein für seine guten Verbindungen zu Großserienfertigern, die sich später noch auszahlen sollten. Gleichzeitig nahm die Bedeutung des PCs als Gaming-Maschine zu.

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Wir präsentieren im ersten Teil die Geschichte von ATI und wie es mit dem Aufkauf von AMD weiterging.

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