«Jellyfest» in Berlin: Hier werden Plüschwürstli grilliert – Fans stehen Schlange

Publiziert20. August 2026, 20:08

«Jellyfest» in BerlinHier werden Plüschwürstli grilliert – Fans stehen Schlange

In Berlin hat das Jellyfest eröffnet. Im KaDeWe können Fans kuriose Plüschfiguren kaufen – samt inszenierter Verkaufsshow an vier Jahrmarktbuden.

Karin Leuthold

Jellycat macht aus Alltagsgegenständen begehrte Kuscheltiere. Beim Jellyfest in Berlin wird ihr Verkauf nun sogar zum inszenierten Jahrmarktbesuch.Social Media

Darum gehts

  • Im KaDeWe Berlin hat das Jellyfest eröffnet: eine Erlebnisfläche der Plüschtiermarke Jellycat im vierten Stock des Luxuskaufhauses.
  • An vier Buden werden kuriose Kuscheltiere wie Bratwürste, Sushi-Rollen oder Toilettenpapier verkauft – eine Plüsch-Bratwurst kostet 50 Euro.
  • 2024 erzielte das 1999 gegründete britische Unternehmen einen Umsatz von rund 357 Millionen Franken.

Jellycat-Fans kommen in Berlin derzeit besonders auf ihre Kosten: Im vierten Stock des Luxuskaufhauses KaDeWe hat das sogenannte Jellyfest eröffnet. Auf der eigens eingerichteten Experience-Fläche wird der Einkauf zum kleinen Jahrmarktbesuch.

An vier Buden warten allerdings keine gewöhnlichen Teddybären, sondern allerlei kuriose Plüschkreationen – von Obst und Gemüse über Sushi-Rollen bis hin zu Toilettenpapier. Selbst eine Kuschel-Bratwurst gehört zum Angebot. Kostenpunkt laut «Bild»: stolze 50 Euro. Wer sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchte, sollte vorab online ein Zeitfenster reservieren – sonst droht die Warteschlange.

Erlebnis-Shopping bringt Millionen

Dabei geht es längst nicht nur darum, ein Stofftier aus dem Regal zu nehmen. Die Mitarbeiter setzen jeden Kauf regelrecht in Szene: Eine Plüsch-Bratwurst landet zunächst auf dem vermeintlichen Grill, ein Eiskaffee bekommt vor dem Verpacken noch eine Portion imaginären Schlagrahm. So wird aus dem Verkauf eine kleine Show, die ganz auf den verspielten Charakter der Marke zugeschnitten ist.

Genau mit solchen ungewöhnlichen Kuscheltieren hat sich das 1999 gegründete britische Unternehmen einen Namen gemacht. Besonders bekannt ist Jellycat für Lebensmittel mit flauschigem Körper, kleinen Augen und freundlichem Gesicht – inzwischen umfasst das Sortiment jedoch zahlreiche weitere Alltagsgegenstände und Fantasiefiguren.

Was hältst du von dem Trend, Alltagsgegenstände als Kuscheltiere zu verkaufen?

Ich finde das super, es bringt Farbe und Humor in den Alltag.

Das ist eine lustige Idee, aber 50 Franken für ein Stofftier sind mir zu viel.

Ich kann den Hype nicht verstehen – für mich ist das reine Geldmacherei.

Solange es Leute glücklich macht, ist es doch eine schöne Sache.

Ich habe kein Interesse an solchen Dingen.

Der ungewöhnliche Ansatz zahlt sich aus. Parallel zur stetig wachsenden Auswahl legten auch die Geschäfte kräftig zu. Laut «Time» setzte Jellycat 2024 bereits 446 Millionen US-Dollar um – umgerechnet rund 357 Millionen Franken.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

Deine Meinung zählt