Pogacar nach Triumph in Alpe d'Huez vor Tour-Gesamtsieg
Radsport
Pogacar nach Triumph in Alpe d'Huez vor Tour-Gesamtsieg
Slowene liegt nun über sieben Minuten vor Evenepoel. Die Königsetappe führt am Samstag erneut nach Alpe d'Huez
Alpe d'Huez - Titelverteidiger Tadej Pogacar hat bei der Tour de France die Bergankunft zur legendären Skistation in Alpe d'Huez gewonnen und seine Gesamtführung weiter ausgebaut. Der Slowene holte sich auf der 19. Etappe nach 127,9 Kilometern den Sieg im Alleingang und triumphierte erstmals nach dem geschichtsträchtigen Anstieg. Mit sechs bzw. neun Sekunden Rückstand fuhren der Franzose Lenny Martinez und Richard Carapaz aus Ecuador auf die Plätze zwei und drei.
In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun über sieben Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel. Damit ist dem Slowenen sein fünfter Gesamtsieg kaum mehr zu nehmen. Für Pogacar war es zugleich der fünfte Etappensieg bei der diesjährigen Tour 2026 und der 26. seiner Karriere.
Pogacar stürmte die 21 berühmtesten Serpentinen der Radsport-Welt in rekordverdächtigem Tempo hinauf. Wieder einmal fuhr der Ausnahmekönner in seiner eigenen Liga. 900 Meter vor dem Ziel schüttelte er auch die letzten Ausreißer ab.
Tollhaus am Schlussanstieg
Mehr als eine halbe Million Zuschauer am Berg sorgten für eine Tollhaus-Atmosphäre. Tausende Fans hatten bereits die Nacht in Zelten und Wohnwagen an den Hängen verbracht. Als die Stars der Branche den 13,8 Kilometer langen und durchschnittlich 8,1 Prozent steilen Schlussanstieg hinaufkletterten, bot ihnen das Spalier der Zuschauermassen nur noch eine kleine Gasse.
Vor der Krönung am Sonntag in Paris muss Pogacar noch die Königsetappe am Samstag über 170,9 km meistern, wenn das Ziel wieder in Alpe d'Huez liegt. Dieses Mal wird der Skiort aber über den Col de Sarenne mit einem Abschnitt ohne Zuschauer angesteuert. Insgesamt warten auf die Fahrer 5.450 Höhenmeter und drei Berge der höchsten Kategorie.
Schrecksekunde für Haller
Der Oberösterreicher Felix Großschartner leistete für seinen Teamkollegen Pogacar wieder Tempoarbeit. Eine Schrecksekunde gab es für Marco Haller. Der Kärntner krachte rund 75 km vor dem Ziel in ein einbetoniertes Verkehrszeichen, hatte aber Glück, dass ein Schutzpolster den Aufprall abmilderte. Haller konnte die Fahrt fortsetzen. (APA; 24.7.2026)
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