Pokémon: Endgültiger Abschied vom bekannten Kampfsystem? Game Freak lässt aufhorchen
Steht das Kampfsystem in den „Pokémon“-Spielen der Hauptreihe vor dem endgültigen Umbruch? Wie Game Freak selbst durchblicken ließ, könnten die klassischen Auseinandersetzungen künftig ausgedient haben - sollen jedoch an anderer Stelle bewahrt werden.
Seit nunmehr 30 Jahren verlassen sich Pokémon-Trainer auf das altbekannte Fundament: Taschenmonster in den Kampf schicken, Attacken auswählen und den Gegner zermürben. Und das zumeist in rundenbasierter Form, auch wenn Game Freak mit Spielen wie „Pokémon-Legenden: Arceus“ und dem aktuellen „Pokémon-Legenden: Z-A“ bereits experimentiert hat.
Und künftig scheinen die Zeichen auch weiterhin auf Veränderung zu stehen, wie die Entwickler nun selbst angedeutet haben. Demnach könnte das klassische Kampfsystem in kommenden Haupteditionen schrittweise ausgedient haben. Völlig verloren gehen sollen die traditionellen Kämpfe – zumindest an anderer Stelle – aber nicht.
Das interne Dilemma: Innovation gegen 30 Jahre Tradition
So gaben Kazumasa Iwao, der unter anderem als Game Director für „Pokémon Karmesin & Purpur“ verantwortlich war, und Shigeki Morimoto, der seit der ersten Generation federführend am Kampfsystem beteiligt ist, in einem aktuellen Video (via TwistedVoxel) spannende Einblicke in die Zukunft der Reihe.
Dabei machte Iwao unmissverständlich deutlich: „In der Pokémon-Reihe werden sich die Kampfregeln mit jedem neuen Spiel allmählich verändern.“
Über Jahre hinweg versuchte man, neue Mechaniken wie Mega-Entwicklungen, Dynamaximierung oder Terakristallisierung in das altbewährte Korsett zu pressen. Um die Hauptreihe jetzt aber endgültig von den Fesseln des Regelwerks von 1996 zu lösen und moderne Wege zu gehen, ohne Veteranen dabei zu verprellen, lieferte man „Pokémon Champions“ ab, um das klassische Konzept zu bewahren.
Iwao erklärt dazu: „Zu diesem Zeitpunkt spielten manche Menschen die Reihe schon seit Jahrzehnten, seit Rot und Grün. Wir wollten ihnen nicht einfach sagen, sie müssten auf das neue System umsteigen, wenn sich die Regeln geändert haben. Die Idee, das bestehende Kampfsystem in einem eigenen Spiel langfristig spielbar zu machen, war der eigentliche Ausgangspunkt für Pokémon Champions.“
Was bedeutet das für Generation 10?
Worte, die ein ganz neues Licht auf „Pokémon Wind & Welle“ werfen, die mittlerweile 10. Generation der Reihe, die im Rahmen des diesjährigen Pokémon Day offiziell angekündigt wurde und für 2027 angesetzt ist.
Da das klassische Kampfsystem inzwischen durch „Pokémon Champions“ abgesichert ist, hat Game Freak freie Hand, das Gameplay der neuen Editionen grundlegend umzukrempeln. Dadurch könnten Elemente aus den „Legenden“-Spielen – etwa nahtlose Kämpfe in der Spielwelt, freie Positionierung und dynamische Action-Elemente – zum Standard werden oder sogar noch weiter ausgebaut werden.
Offiziell ist zum Kampfsystem von „Pokémon Wind & Welle“ noch nichts bekannt. Dass die Zeichen auf Umbruch stehen, macht aber auch eine Änderung hinter den Kulissen deutlich: Leaks zufolge soll Shigeru Ohmori, der seit „Pokémon Sonne & Mond“ durchgehend als Director fungierte, von Hiroyuki Tani und Katsuhiko Ichiraku abgelöst werden. Beide verantworteten zuvor die Erweiterungen von „Schwert & Schild“ sowie „Karmesin & Purpur“.
Welche Veränderungen „Pokémon“-Fans letztlich erwarten, bleibt abzuwarten. Schlauer dürfte die Community aber spätestens im nächsten Jahr sein, wenn der Release der neuen Editionen – die übrigens erstmals exklusiv für die Switch 2 erscheinen – Stück für Stück näher rückt.
Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.