„Das Boot gehörte ihnen“: Polizei entdeckt mehr als 30 Katzen auf herrenlosem Schiff – wie ein Ghibli-Film

Polizei entert Geisterschiff – und rettet dutzende Katzen

Stand: 10.08.2026, 19:56 Uhr

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Mehr als 30 Katzen auf einem herrenlosen Schiff – verängstigt, unterernährt, aber irgendwie Herren der Lage. Ein kurioser Einsatz in den USA sorgt für Aufsehen.

Ein Leben im Dreck – und fast wie im Märchen: Das Schicksal von etwa dreißig Katzen erschüttert den US-Bundesstaat Washington. Was zunächst wie ein normaler Einsatz wegen eines herrenlosen Schiffes aussah, entpuppte sich als einer der kuriosesten Tierschutzeinsätze des Jahres.

Zahlreiche Katzen leben auf einem Boot im Dreck.

Zahlreiche Katzen leben auf einem Boot im Dreck. © Screenshot Facebook/Tacoma Police

Die Einsatzkräfte des Tacoma Police Department waren alarmiert worden, weil ein Boot ohne erkennbaren Besitzer vor dem Owen Beach in der Commencement Bay ankerte. An Bord fanden sie keine Menschen – aber mehr als 30 Katzen und Kätzchen, die sich das Schiff offenbar längst als ihr Zuhause eingerichtet hatten. „Am besten kann ich es so beschreiben: Es sah aus wie ein Film von Studio Ghibli. Das Boot gehörte ihnen, und sie alle streiften frei darauf herum“, sagte Polizeisprecher John Correa gegenüber der regionalen Zeitung The News Tribune.

Tierschutz-Notfall in den USA: Durchsuchungsbefehl und große Rettungsaktion

Weil das Boot noch offiziell einem Eigentümer gehörte, konnte die Polizei nicht einfach einsteigen. Die städtische Tierschutzbehörde organisierte also einen Durchsuchungsbefehl. Erst dann durften Beamte das Schiff betreten und mit der Rettung beginnen, wie das Tacoma Police Department auf Facebook berichtete.

Der Zustand der Tiere war bedenklich. „Viele der Katzen waren verängstigt und unterernährt und erforderten Geduld, Fürsorge und einen enormen Teamgeist von unseren Mitarbeitern“, hieß es im offiziellen Statement der Behörde.

Katzen jetzt in Obhut – Eigentümer unerreichbar

Alle geretteten Tiere kamen in eine Auffangstation, wo sie versorgt werden und auf ein neues Zuhause hoffen. Laut Tierschutzbehörde sollen die Katzen bereits seit mehreren Monaten auf dem Boot gelebt haben – jemand hatte sie offenbar regelmäßig mit Wasser und Futter versorgt. Die Polizei konnte zwar die Kontaktdaten des Bootseigners ermitteln, erreichte ihn bislang aber nicht. Festnahmen gab es noch keine. Die Ermittlungen laufen.

Eine dramatische Tierrettung gab es zuletzt auch im Ärmelkanal. Hund „Bruce“ war mit einem Kajak aufs Meer getrieben – ganz allein. (Verwendete Quellen: Tacoma Police Department, The News Tribune, eigene Recherche) (spr)