Potsdamer Fest der Demokratie: So war die erste lange Nacht des Parlaments
Zum ersten Mal lud der Landtag Brandenburg Interessierte zu einer Langen Nacht des Parlaments ein. Am Freitag (11.9.) öffnete das Parlament von 18 bis 24 Uhr seine Türen. „Hier wird unsere Demokratie sichtbar und spürbar“, hatte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) die Initiative vorab beworben – das sei „heute wichtiger denn je“.

© Andreas Klaer/Andreas Klaer
Vor dem im Jahr 2014 eröffneten Gebäude am Alten Markt bildeten sich am Freitag lange Schlangen. Rund 2500 Gäste zog die „Lange Nacht“ im Laufe des Abends den Veranstaltern zufolge an.

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Das Parlament befindet sich heute im wiedererrichteten Potsdamer Stadtschloss, das am Ende des Zweiten Weltkriegs völlig ausgebrannt und 1959/60 abgerissen worden war.

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Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) eröffnete die „Lange Nacht“, dann las die legendäre Defa-Schauspielerin Jutta Hoffmann aus der Erzählung „Fedezeen“ von Günter de Bruyn.

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Die Band Popsorben, bekannt für Cover-Songs ebenso wie für sorbische Kultur, trat um 18.30 Uhr auf.

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Später hatte das Instrument des Jahres, das Akkordeon, noch einen separaten Auftritt: Im Plenarsaal spielte es dann Anna-Katharina Schau.

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Gespräche, Musik und Kultur sollten Einblicke in parlamentarische Demokratie geben. Zudem waren die Ausstellung „Land an sich“ und die Foyerausstellung „When we woke up, it was war“ zu besichtigen.

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Der vierfache Olympiasieger Kevin Kuske sowie Bobfahrer Georg Fleischhauer und Bobfahrerin Leonie Kluwig sprachen über ihre Auffassung von Demokratie.

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Wo sich sonst die Presse versammelt, sprach Brandenburgs Kinder- und Jugendbeauftragte Katrin Krumrey mit Teilnehmenden des 1. Parlamentarischen Jugendforums.

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Besucherinnen und Besucher konnten die architektonischen Besonderheiten des Parlamentsgebäudes besichtigen, aber auch mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch kommen.

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Um 21 Uhr wurden im Plenarsaal Gastgeschenke des Landtages zugunsten des Wünschewagens des Arbeiter-Samariter-Bundes versteigert. Der Wünschewagen soll sterbenskranken Menschen letzte Wünsche erfüllen.

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An der Auktion beteiligte sich unter anderem Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos). Danach war sie im Late-Night-Talk mit Landtagspräsidentin Liedtke zu Gast.

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Mit einem Konzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg ging die Lange Nacht zu Ende. Und mit einem vierstelligen Auktionsergebnis: Die Aktion für den Wünschewagen erbrachte den Veranstaltern zufolge rund 3000 Euro.