Preis-Wunder auf der Wiesn: Schmankerl-Klassiker bleibt stabil – in einem Zelt wird es sogar deutlich billiger

Stand: 16.09.2026, 08:16 Uhr

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Wiesn-Bedienung bringt Gästen ihre bestellten Speisen

Oktoberfest-Fans können sich freuen: Hendl kostenheuer etwa so viel wie 2025. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Auf dem Oktoberfest bleiben die Preise für manche Gerichte auf dem Niveau von 2025. Manche Wirte haben sogar gar nichts erhöht. Ein Blick in die Speisekarten.

München – Halbe Hendl können nicht fliegen – außer beim Preis. Da kannten die Gickerl auf dem Oktoberfest nur eine Richtung: steil nach oben. Das ist jetzt vorbei! Die Hendlpreise haben heuer keinen Höhenflug mehr. Die Wirte verlangen im Großen und Ganzen die gleichen Summen wie im vergangenen Jahr. Hendl-Wunder auf der Wiesn!

Oktoberfest München: Diese Zelte haben die Essenspreise gar nicht erhöht

Ein erster Blick in die Speisekarten der großen Oktoberfest-Zelte zeigt: Die Essenspreise liegen zwischen 16,40 (Festzelt Tradition) und 25,50 Euro (Marstall). Vergangenes Jahr waren es 16,40 bis 24,50 Euro im Paulaner. Dort stürzte der Preis dieses Jahr komplett ab: Lorenz und Christine Stiftl übernahmen das Zelt von Arabella Schörghuber. Jetzt kostet das Hendl nur noch 19,90 statt 24,50 Euro. Das gab’s lange nicht – liegt aber wohl auch daran, dass das Hendl heuer nicht bio ist.

Christian Schottenhamel.

Wiesnwirt Christian Schottenhamel gibt Steuersenkungen an die Gäste weiter. © Sven Hoppe/dpa

Die Preisbremse auf der Wiesn zeigt sich auch bei anderen beliebten Gerichten: In der Schottenhamel-Festhalle sind laut Wirt Christian Schottenhamel alle Preise gleich geblieben. „Wir haben nichts erhöht, auch nicht bei den alkoholfreien Getränken.“ Grund sei die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent Anfang des Jahres. „Diese zwölf Prozent wollen wir an unsere Gäste weitergeben.“

Einen solchen Teuer-Stopp hat auch Manfred Schauer vom Wirtshaus im Schichtl angekündigt. Ein Blick in die Speisekarten zeigt, dass das Preisniveau auch beim Schweinsbraten stabil geblieben ist: Die Spanne geht von 22,50 (Hackerzelt) bis 27,80 Euro (Löwenbräuzelt) – genau wie 2025.

Bayerischer Klassiker für 99 Cent – das gibt’s heuer gleich zweimal auf der Wiesn

Bei den Käsespätzle zahlt man dagegen deutlich mehr als 2025 – genauer gesagt zwischen 19,50 (Weinzelt) und 26,90 Euro (Fischer-Vroni). Beim Kaiserschmarrn gibt’s zehn Euro Preisunterschied: 17,50 Euro kostet die Portion im Hofbräu. In der Bräurosl sind’s 27,50 Euro (für eine große Portion). Ansonsten variieren die Preise fürs Traditionsdessert zwischen 18,50 und 23,50 Euro.

Werkeln in der Wiesn-Küche: Hier packt der Schichtl (im Foto links) in seinem Zelt mit an.

Manfred Schauer vom Schichtl hat die Preise nicht erhöht. © Sigi Jantz

Mittagsgerichte kommen in den großen Zelten für 14,50 (Hofbräu) bis 19,50 Euro (Fischer-Vroni) auf den Tisch. Interessant ist das Mittagsmenü im Schützenzelt: Für 18,50 Euro gibt‘s Vorspeise und Kaffee dazu. Die Kindergerichte starten wie vergangenes Jahr bei 4,50 Euro (Augustiner) oder fünf Euro (Armbrustschützenzelt). Am teuersten sind sie in der Bräurosl (15,90 bis 19,60 Euro).

Richtig günstig wird’s morgens. Der Glöckle Wirt bietet Weißwürste für 99 Cent das Stück an – heuer zieht der Goldene Hahn mit dem gleichen Preis nach! In München gibt’s das kaum noch. Woanders auf der Wiesn kosten die Würstl deutlich mehr – bis zu elf Euro für zwei Stück. Bei so wenig Preis-Stress schmeckt‘s gleich noch besser.