Probonio Cup: Nebel, Aufholjagd – aber Iserlohn jubelt im Finale gegen die Huskies
Stand: 13.09.2026, 19:28 Uhr
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Die Kassel Huskies unterlagen im Finale des Probonio Cups den Iserlohn Roosters mit 2:4. Dabei hatten die Gastgeber nach dem 2:2-Ausgleich kurz auf den Titel gehofft.
Kassel – Die Kassel Huskies standen tatsächlich im Finale! Nach dem 4:3-Halbfinal-Sieg nach Penaltyschießen am Samstag gegen Erstligist Grizzlys Wolfsburg ging es für Nordhessens Eishockey-Profis am Sonntag um den Titel beim hauseigenen Vorbereitungsturnier. Mit einer Huskies-Party wurde es aber nichts. Im Finale des Probonio Cups verloren die Gastgeber 2:4 (0:0, 0:2, 2:2) gegen die Iserlohn Roosters, die sich den Titel in Kassel sicherten. Schon wieder.
Es war die Neuauflage des ersten Probonio-Cup-Finals. Bereits 2025 richteten die Huskies ihr heimisches Vorbereitungsturnier aus, schlugen damals im Derby erst die Löwen Frankfurt und trafen anschließend auf die Iserlohn Roosters. In einem dramatischen Finale unterlagen die Nordhessen dem DEL-Team 3:4.
Einige Akteure auf dem Eis dürften die Partie vor rund einem Jahr noch im Kopf gehabt haben – und klar: Die Huskies wollten nach ihrem guten Halbfinal-Auftritt gegen Wolfsburg so etwas wie Final-Revanche nehmen und das nächste starke Spiel hinlegen.
Dementsprechend begann die Mannschaft von Cheftrainer Petteri Väkiparta konzentriert – und hielt gegen die Roosters vom Start weg engagiert dagegen. Die erste Top-Chance hatten dennoch die Gäste: Christian Thomas legte vor dem Tor quer für den einschussbereiten Tyler Boland, der setzte die Scheibe aus zwei Metern aber neben das Tor (4.). Die Huskies wurden kurz darauf ein erstes Mal durch Hunter Garlent gefährlich (5.), ehe Cole Maier den dieses Mal im Tor spielenden Leon Willerscheid aus spitzem Winkel prüfte (8.).
In der Probonio Arena war es warm – und nebelig. Hendrik Hane, Schlussmann der Roosters, behielt trotzdem den Durchblick, parierte im Huskies-Powerplay problemlos gegen den Versuch von Matt White (10.). Nach den Halbfinal-Partien vom Samstag fehlte es in der Folge ein wenig an Tempo, erst in der 17. Minute gab es die nächste gute Gelegenheit. White verpasste es jedoch, die freie Scheibe aufs Tor zu bringen. Auf der Gegenseite scheiterten Peter Quenneville (18.) und Maier (19.) am aufmerksamen Willerscheid, Darren Mieszkowski prüfte auf der Gegenseite noch einmal Hane – zu zentral (19.).
Zu Beginn des Mittelabschnitts wären die Huskies eigentlich in Führung gegangen, hätte es da nicht diesen Hane und dessen Weltklasse-Save gegeben: Brendan O‘Donnell versuchte es von der rechten Seite mit der Rückhand, Iserlohns Goalie drehte sich flink in Position und schnappte zu (22.). Bockstark von Hane.
Die Huskies näherten sich an, gerieten dann allerdings in Unterzahl – und in Rückstand: Justin Scott hatte in halblinker Position ausreichend Platz, versenkte die Scheibe zum 1:0 für Iserlohn im Netz (25.). Der Nebel war mittlerweile etwas weniger geworden, Kassel wehrte sich nach Kräften. Tristan Keck wurde im letzten Moment am Abschluss gehindert (26.), einen Versuch von Matt White hielt Hane erneut stark (34.). Und dann schlug Iserlohn wieder zu. Wieder im Powerplay: Maximilian Eisenmenger stocherte die Scheibe an Willerscheid vorbei ins Tor (40.) – 2:0.
Ging noch was für die Huskies? Die Väkiparta-Mannschaft steckte in jedem Fall nicht auf. Jake Weidner bediente Keck, der allein aufs Tor marschierte, den Puck allerdings neben das Roosters-Gehäuse setzte (41.). Kurz darauf Aufregung: Jimmy Martinovic wurde von Scott hart in die Bande gecheckt, dafür gab es zurecht fünf Minuten plus Spieldauerstrafe für den 1:0-Torschützen. Fünf Minuten Kasseler Überzahl also. Doch einen brandgefährlichen Abschluss brachten die Huskies in dieser Phase nicht zustande. Passend dazu wurde es auch wieder nebliger. Egal, dann eben in Unterzahl: Wieder lief Keck alleine los, dieses Mal machte er es besser, traf zum Anschluss (52.).
Die Huskies waren jetzt dran. Weidner und Macarthur Hollowell bekamen sich in die Haare, durften sich auf der Strafbank etwas abkühlen. Von dort sahen sie dann, wie Hunter Garlent aus kurzer Distanz tatsächlich das 2:2 erzielte. Wieder alles offen in diesem Finale. In der 58. Minute die Entscheidung. Zugunsten der Roosters: Nach einem Querpass schob Boland zum 3:2 ein. Rund 90 Sekunden noch auf der Uhr. Zu wenig für aufopferungsvoll kämpfende Huskies. Dennis Lobach traf noch zum 4:2-Endstand ins leere Tor.