PS5 & PS6: Sony-Manager trennen sich nach Disc-Aus von ihren Aktien – was steckt dahinter?
Kurz nach Sonys Ankündigung, den Verkauf von Spielen auf Disc Anfang 2028 komplett einzustellen, verkauften mehrere Manager einen Teil ihrer Sony-Aktien. Doch handelt es sich dabei wirklich um eine Reaktion auf das angekündigte Aus der Disc?
Anfang des Monats schockte Sony Spieler wie Händler gleichermaßen mit der Ankündigung, PlayStation-Spiele ab Anfang 2028 nicht mehr auf Disc, sondern nur noch über den PlayStation Store und in Form von Download-Codes über den Einzelhandel zu vertreiben.
Die Tatsache, dass Sony-Präsident Hiroki Totoki am 3. Juli 2026 und somit nur zwei Tage nach der weitreichenden Ankündigung Sony-Aktien im Wert von etwa 4,7 Millionen US-Dollar veräußerte, sorgte anschließend für reichlich Gesprächsstoff. Während in der Gaming-Community eifrig über die Hintergründe spekuliert wird, belegen Dokumente der US-Börsenaufsicht SEC, dass Totoki mit diesem Schritt keineswegs allein steht.
Stattdessen entschieden sich in den vergangenen Tagen noch weitere Manager beziehungsweise leitende Angestellte von Sony dazu, nach der Ankündigung des Disc-Aus einen Teil ihrer Sony-Aktien abzustoßen.
Weitere Sony-Manager stoßen Aktien ab
Ebenfalls am 3. Juli 2026 verkaufte Chief Strategy Officer Toshimoto Mitomo beispielsweise 25.000 Aktien im Wert von rund 525.000 US-Dollar. Nach der Veräußerung dieser Anteile hält Mitomo noch 115.700 Sony-Aktien. Ravi Ahuja, Chairman von Sony Pictures Entertainment, stieß laut der US-Börsenaufsicht 36.826 Aktien für rund 776.300 US-Dollar ab.
Jon Platt, Chairman und CEO von Sony Music Publishing, hingegen trennte sich zeitgleich von 16.512 Aktien im Wert von etwa 348.900 US-Dollar. Damit erstrecken sich die Verkäufe über mehrere Führungsebenen des Konzerns.
Eine Entwicklung, die angesichts des Zeitraums zum Teil jedoch spektakulärer klingt, als sie im Endeffekt ist. Die SEC-Unterlagen belegen nämlich, dass Ahuja und Platt ihre Verkäufe über langfristige Handelspläne abwickelten, die sie bereits 2023 initiiert hatten, um möglichen Insiderhandel auszuschließen.
Im Gegensatz dazu fehlen für Totoki und Mitomo entsprechende Hinweise auf solche vorab festgelegten Handelsstrategien. Daher bleibt unklar, ob ihre Transaktionen ebenfalls auf automatisierten Plänen basierten oder eine direkte und kurzfristige Reaktion auf das Aus der Disc als Spiele-Medium für PlayStation-Konsolen darstellen.
Disc-Aus sorgt für Diskussionen und Boykott-Aufrufe
Die vergangenen Tage haben deutlich gemacht, dass Sonys Strategie, den Sturm der Kritik rund um das Aus der Disc einfach auszusitzen, zumindest kurzfristig nicht aufzugehen scheint. So äußerten Spieler ihre Kritik nicht nur lautstark auf Plattformen wie Reddit oder in den sozialen Medien.
Darüber hinaus rief ein Teil der Community zu einem Boykott der PS6 sowie zu massenhaften Kündigungen von PlayStation-Plus-Mitgliedschaften auf, um Sony zu einem Umdenken zu bewegen. Laut Experten ist jedoch vor allem aus wirtschaftlichen Gründen damit zu rechnen, dass diese Form des Protests letztlich ins Leere laufen wird.
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