Berichte über Waffenknappheit im Iran-Krieg: Trump droht Leakern mit „langjährigen Gefängnisstrafen“

Raketen-Mangel im Iran-Krieg?: Trump jagt „Leaker“, statt das Munitionsproblem zu lösen

Stand: 06.08.2026, 20:19 Uhr

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Trump droht mit Gefängnis für Leaker, während Berichte zeigen: Den USA gehen im Iran-Krieg die wichtigsten Raketen aus.

Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat Personen, die Informationen über US-Munitionsbestände „leaken“, mit Gefängnis gedroht. Zuvor waren Berichte aufgetaucht, denenzufolge den USA mehrere Arten von Raketen ausgehen. Das Weiße Haus widerspricht dem. Es bestreitet, dass der nun seit sechs Monaten andauernde Krieg gegen den Iran die US-Bestände an wichtigen Waffen erschöpft habe.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com.

Dazu zählen bodengestützte Raketen, mit denen Ziele tief im Iran getroffen werden können. Ebenso betrifft das teure Abfangraketen, die im gesamten Nahen Osten zur Vernichtung ballistischer Raketen eingesetzt werden. Trotz stark steigender Militärausgaben und neuer Fabriken rund um den Globus haben Luftabwehrraketen und hochmoderne Waffen weiterhin lange Vorlaufzeiten.

US-Präsident Trump

Engpässe im US-Militär bei Waffen und Munition als Folge des Iran-Kriegs? US-Präsident Donald Trump weist diesen Bericht zurück und droht allen, die das behaupten, mit langen Haftstrafen. © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Es könnte daher mehrere Jahre dauern, bis sie ersetzt sind, sobald sie aufgebraucht sind. Die USA hätten den größten Teil ihrer verfügbaren Langstreckenraketen mit hoher Präzision verbraucht, berichteten mehrere Medien in dieser Woche. Sie schürten Befürchtungen, die USA könnten zeitnah nicht effektiv gegen Russland oder China kämpfen.

Nach Gerüchten um fehlende Waffen: Trump will „Leaker“ konsequent verfolgen

Insbesondere die US-Armee habe „nahezu alle“ Bestände von zwei Arten hoch entwickelter Langstreckenwaffen aufgebraucht, nämlich der Army Tactical Missile Systems (ATACMS) und der Precision Strike Missile (PrSM), berichtete Reuters am Dienstag (4. August).

Dies geschah kurz nachdem bekannt geworden war, dass Trump eine für Ende Juli geplante zweiwöchige Angriffskampagne gegen den Iran teilweise wegen Sorgen um die Munitionsbestände abgesagt haben soll. Trump sagte am Mittwoch, die USA verfügten über „massive Mengen“ an Munition und würden „große“ Mengen neu produzierter Raketen erhalten. „Die ‚Leaker‘ dieser hochverräterischen Aussagen werden gejagt“, erklärte er in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social. „Langjährige Gefängnisstrafen werden angestrebt!“

Fast 11.300 Munitionen in 16 Tagen aufgebraucht: Knapp werdende THAAD-Abfangraketen als Schwachstelle

Die USA, Israel und andere mit den USA verbündete Streitkräfte im Nahen Osten verbrauchten allein in den ersten 16 Tagen des Krieges ab dem 28. Februar fast 11.300 Munitionen, wie das Payne Institute for Public Policy mitteilte. Obwohl militärische Lagerbestände streng gehütete Geheimnisse sind, waren die USA demnach Ende März nur einen Monat davon entfernt, ihre ATACMS- und PrSM-Bestände sowie ihre Vorräte an Abfangraketen für das Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)-System vollständig zu erschöpfen.

THAAD ist eines der wenigen Systeme, das in der Lage ist, iranische ballistische Raketen vom Himmel zu holen. Die USA verfügten vor Kriegsbeginn über rund 452 THAAD-Abfangraketen. Bis Ende Juli hatten sie jedoch nur noch 234 übrig, erklärte das Center for Strategic and International Studies im vergangenen Monat.