Airbus A333: Rauchentwicklung: Swiss-Flug nach New York muss in Bangor runter

Publiziert27. Juli 2026, 18:23

Airbus A333Rauchentwicklung: Swiss-Flug nach New York muss in Bangor runter

Am Montagabend musste ein Airbus A333 der Swiss, der von Zürich nach New York fliegen sollte, ausserplanmässig landen. Grund war eine noch unklare Rauchentwicklung in der Business Class.

Reto Bollmann

Der Flug war vorübergehend der meistgetrackte Flug auf der Plattform Flightradar24. Der Grund für die Umleitung war eine noch unklare Rauchentwicklung in der Business Class.

Der Flug war vorübergehend der meistgetrackte Flug auf der Plattform Flightradar24. Der Grund für die Umleitung war eine noch unklare Rauchentwicklung in der Business Class.Screenshot/Flighradar24

Darum gehts

  • Der Swiss-Flug LX16 von Zürich nach New York wurde am Montagabend ausserplanmässig nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet.
  • Die Cockpitbesatzung sendete den Notfallcode 7700 und beantragte eine sofortige Landung.
  • Grund war eine noch unklare Rauchentwicklung in der Business Class.

Nach Bangor im US-Bundesstaat Maine wurde am Montagabend (Schweizer Zeit) der Swiss-Flug LX16 umgeleitet. Eigentlich hätte der Airbus A333 am Flughafen JFK in New York landen sollen. Die Maschine war um 10.26 Uhr in Zürich gestartet.

Der Grund für die ausserplanmässige Landung war zunächst unklar, nun gab Swiss-Sprecher Michael Pelzer gegenüber 20 Minuten an, habe es während des Flugs eine noch unklare Rauchentwicklung im vordersten Teil der Business Class gegeben. «In einer solchen Situation landen die Piloten das Flugzeug unverzüglich und setzen zusätzlich ein Notsignal ab, damit die Flugsicherung den Flug mit der gebotenen Priorität behandelt», so Pelzer.

Kurz nach Erreichen der Küste von Maine löste die Cockpitbesatzung einen allgemeinen Notfall aus und leitete den Flug um.

Kurz nach Erreichen der Küste von Maine löste die Cockpitbesatzung einen allgemeinen Notfall aus und leitete den Flug um.Screenshot Airlive

Keine Feuer- oder Hitzeentwicklung festgestellt

Das Flugzeug habe problemlos in Bangor landen können, wo die örtliche Feuerwehr vorsorglich bereitgestanden sei. «Die Feuerwehr hat das Flugzeug nach der Landung überprüft und konnte keine Feuer- oder Hitzeentwicklung feststellen», erklärt Pelzer. Alle 208 Passagiere sowie unsere Crew seien wohlauf.

Flugdaten zeigen, dass das Flugzeug den Atlantik zunächst in einer Reiseflughöhe von 11'500 Metern überquert hatte. Beim Erreichen des kanadischen Luftraums über Nova Scotia leitete die Besatzung einen ersten Sinkflug auf 9750 Meter (FL320) ein.

Wann wird der Notfallcode 7700 verwendet?

Der Code kommt bei sämtlichen Notfällen zum Einsatz – etwa bei medizinischen Zwischenfällen an Bord, technischen Problemen, Treibstoffmangel oder anderen Situationen, die die Sicherheit des Fluges gefährden.

Sobald ein Flugzeug den Code 7700 sendet, erhält es im Luftraum höchste Priorität. Die Flugsicherung räumt ihm den Weg frei und koordiniert umgehend alle erforderlichen Hilfsmassnahmen.

Kurz nachdem das Flugzeug die Küste von Maine erreicht hatte, sendete die Cockpitbesatzung den internationalen Notfallcode 7700 und beantragte eine sofortige Umleitung zum Bangor International Airport (BGR), wie das Portal AirLive berichtet.

Der allgemeine Notfallcode 7700, auch Transpondercode 7700, signalisiert den Fluglotsen eine akute Luftnotlage. In der Fliegersprache wird er scherzhaft auch als «Seven Seven – Going to Heaven» bezeichnet.

Expertinnen und Experten der Swiss werden das Flugzeug nun eingehend untersuchen. Währenddessen kümmern sich die Bodencrews in der Schweiz und in den USA darum, die betroffenen Reisenden bei ihrer Weiterreise zu unterstützen. «Unsere Teams  kümmern sich mit Hochdruck um die Weiterreise unserer Passagiere. Wir sind dazu in enger Absprache mit dem Flughafen Bangor und setzen alles daran, für alle Betroffenen so rasch wie möglich eine passende Lösung zu finden.

Die Swiss-Crew beantragte eine sofortige Umleitung zum Bangor International Airport (BGR).

Die Swiss-Crew beantragte eine sofortige Umleitung zum Bangor International Airport (BGR).Screenshot Flightradar24

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Reto Bollmann

Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.

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