Verdacht gegen JVA-Beamtin: Schmuggel hinter Gittern?
Im Norden
Razzien im Norden: JVA-Beamtin soll Handys und Drogen in den Knast geliefert haben
Schmuggelgeschäfte hinter Gittern? Ermittler haben in Meppen eine Beamtin, Häftlinge und Kontaktpersonen im Verdacht. Die Zahl ähnlicher Fälle häuft sich.
Handys und Drogen gegen Geld: Hat eine JVA-Beamtin in Meppen Schmuggel zwischen Häftlingen und Kontaktpersonen ermöglicht? Gegen eine 32-Jährige werde wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Gegen acht weitere Beschuldigte bestehe der Verdacht der Beihilfe.
Neben der Beamtin handele es sich um Beschuldigte im Alter von 22 bis 75 Jahren, die entweder Häftlinge seien oder außerhalb der JVA als Kontaktpersonen agiert hätten, wie Behördensprecher Martin Schanz erläuterte. Die Ermittlungen hätten sich durch mehrere Hinweise sowie viele in der JVA sichergestellte Handys ergeben.
Weitere Durchsuchungen in Niedersachsen
Am vergangenen Samstag habe es Durchsuchungen in einzelnen Räumen der JVA Meppen sowie in neun Wohnobjekten in Delmenhorst, Oldenburg sowie im Landkreis Emsland gegeben.
Die WochenMOPO 40/26
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
• Hunderte neue Baustellen: Da kommt was auf uns zu
• Rache der „Hells Angels“? Mordanschlag knapp verhindert
• 16 Seiten Sport: St. Pauli sucht die Super-Hymne
• 36 Seiten Rätsel und Kultur: Die Gallier kommen!
Ziel war es nach Angaben der Ermittler, Handys, Drogen und Bargeld zu finden und die Handelsstrukturen aufzuklären. Die Ermittlungen dauern an. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Auch Bremen und Nordrhein-Westfalen betroffen
Erst vor wenigen Wochen war im Nordwesten bekannt geworden, dass sechs JVA-Beschäftigte und zehn Häftlinge – insgesamt 23 Verdächtige – in einen ähnlichen Fall in der Justizvollzugsanstalt Bremen involviert sein könnten. Auch in Nordrhein-Westfalen gab es jüngst vergleichbare Fälle. (dpa)