Ringelblume im Gemüsebeet: So verbessert die Blume den Boden nachhaltig

Stand: 02.09.2026, 13:41 Uhr

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Die Ringelblume lockert den Boden und wirkt gegen bestimmte Schädlinge im Gemüsebeet. Die Pflanzen blühen von Juni bis Oktober.

Baden – Ihre Blüten leuchten orangefarben und gelb. Im Garten gilt die Ringelblume (Calendula officinalis) als eine der nützlichsten Begleitpflanzen. Gärtner schätzen sie seit Jahrhunderten als natürliche Helferin – und das aus gutem Grund. Ihre Wurzeln und Inhaltsstoffe machen den Boden langfristig fruchtbarer und gesünder.

In einem Gemüsebeet wachsen auch Ringelblumen. Sie können einen natürlichen Schutzwall darstellen.

Die Blütenblätter der Ringelblume sind essbar. (Symbolbild) © imagebroker/imago

Doch wie genau verbessert die Ringelblume den Boden im Gemüsebeet? Die Antwort liegt sowohl in ihrer Wurzelstruktur als auch in den biochemischen Stoffen, die sie absondert. Wer die Pflanze gezielt einsetzt, kann auf chemische Dünger und Pestizide weitgehend verzichten.

Ringelblume im Gemüsebeet: Was die Wurzeln im Boden bewirken

Die Ringelblume bildet eine Pfahlwurzel mit Feinwurzeln und lockert so die obere Krume gut auf. Verdichtete Erde wird so durchlässiger für Wasser und Luft, beides entscheidend für gesundes Gemüsewachstum. Darüber hinaus bilden ihre Wurzeln bestimmte Substanzen aus, die speziell schädliche Fadenwürmer, wie Wurzelgallennematoden (Meloidogyne) und Läsionsnematoden (Pratylenchus) fernhalten. Diese Schädlinge befallen unter anderem Tomaten, Möhren und Salat und können ganze Ernten vernichten. Besonders wirkungsvoll ist die Ringelblume deshalb als Nachbarpflanze für Tomaten oder als Vorkultur vor dem Anbau empfindlicher Gemüsesorten.

Zusätzlich lockt die Blume mit ihren Blüten zahlreiche Nützlinge an. Dazu gehören Schwebfliegen und Marienkäfer, die wiederum Blattläuse dezimieren. Das schützt das umliegende Gemüse auf ganz natürliche Weise. Wer die Ringelblume nach der Blüte nicht entfernt, sondern direkt in den Boden einarbeitet, profitiert noch mehr: Als Gründüngung liefert sie organische Masse, die Bodenorganismen ernährt und die Humusbildung fördert.

Ringelblume gezielt im Gemüsebeet einsetzen

Für den optimalen Nutzen empfiehlt es sich, die Ringelblume direkt zwischen die Gemüsepflanzen zu säen oder als Beetumrandung zu pflanzen. Ein Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern zur nächsten Gemüsepflanze ist ideal. Die Aussaat erfolgt ab April direkt ins Freiland oder bereits im März als Vorkultur auf der Fensterbank. Die Pflanze ist äußerst robust, verträgt leichte Trockenheit und kommt auch mit nährstoffärmeren Böden gut zurecht.

Allerdings sollten Gärtner auch die Nachteile der Ringelblume kennen: Junge Ringelblumen-Sämlinge ziehen Nacktschnecken magisch an. Ringelblumen versamen sich extrem leicht und dominant selbst. Wenn man sie nicht rechtzeitig zurückschneidet oder einarbeitet, hat man im Folgejahr ein monokulturelles Feld aus Ringelblumen im Gemüsebeet, das junge Gemüsepflanzen überwuchert. Ringelblumen neigen im Spätsommer sehr stark zu Echtem Mehltau (Erysiphaceae). Wenn sie dicht an dicht mit Mehltau-anfälligem Gemüse (wie Zucchini, Gurken oder Kürbis) stehen, können sie als Pilz-Schleuder fungieren. Bei starkem Mehltau-Befall sollten Ringelblumen nicht auf den Kompost oder als Gründüngung in den Boden eingearbeitet werden, da sich die Pilzsporen sonst im Beet manifestieren.