RSV schlägt Bardowick 1:0 – Dziubinski trifft per Freistoß

Stand: 18.07.2026, 21:06 Uhr

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Robert Posilek, Rotenburger SV

Rückkehrer Robert Posilek nimmt Fahrt auf und läuft auf Max Kuhlmann zu. © Freese

Der Rotenburger SV hat sein Testspiel gegen den TSV Bardowick mit 1:0 gewonnen. Tetje Dziubinski erzielte den Treffer mit einem verwandelten Freistoß.

Rotenburg – Zum Fachsimpeln blieb nach dem Spiel noch reichlich Zeit im Auto. Dennis Mandel, Trainer des Rotenburger SV, und Malte Bösch, neuer Coach des TSV Bardowick, nutzten die fast identische Anreise, um am Samstag eine ungewöhnliche Fahrgemeinschaft zu bilden. „Er wohnt in Ahlerstedt, ich in Harsefeld. Deshalb sind wir zusammen gekommen und fahren auch zusammen zurück“, verriet Mandel nach dem Testspiel, das der Landesligist von der Wümme auf der heimischen Anlage mit 1:0 (0:0) gegen das Spitzenteam aus der Bezirksliga für sich entschied. Den einzigen Treffer der Partie erzielte RSV-Neuzugang Tetje Dziubinski sehenswert mit einem direkt verwandelten Freistoß (68.). Es war der dritte Sieg im vierten Vorbereitungsspiel.

Neben „gewissen Abläufen“, die es einzustudieren gilt, ging es Mandel „in erster Linie darum, Kraft zu tanken“. Außer Keeper Andrii Babych und Björn Hakansson ließ er nur die beiden Neuzugänge Daniel Luckyman und Robert Posilek über die volle Spielzeit auf dem Feld und beorderte aus der Zweiten Felix Michl als Zentrumsspieler in die Startelf. Rückkehrer Max Friesen fehlte verletzt, der neue Torwart Jascha Tiemann blieb ebenfalls draußen. Zudem waren Linus Baselt, Noel Dähne, Issa Klait, Leon Krämer und Gan Hiso nicht dabei. Eigengewächs Kilian Dohna gehört dem Kader wiederum nicht mehr an, wie Mandel bestätigte: „Unsere Trainingszeiten passen mit seiner Ausbildung nicht mehr zusammen. Er hat seine Sachen bereits abgegeben. Natürlich ist das ärgerlich, aber der Job geht vor“, bedauerte der Coach.

Tetje Dziubinski, Rotenburger SV

Tetje Dziubinski (r.) breitet die Arme nach seinem Freistoßtreffer aus. Björn Hakansson ist der erste Gratulant. © Freese

Und noch einen Langzeitausfall müssen die Rotenburger verkraften, denn Daniel Obi-Younis hat sich einen Faserriss oder mehr am Hüftbeuger zugezogen. „Die MRT-Bilder zeigen noch krassere Sachen“, erzählt Mandel, bleibt aber optimistisch: „In acht bis zehn Wochen ist er wieder da.“ Dennoch haben die Ausfälle im Kader – auch Routinier Alexander Arnhold legt bekanntlich eine Pause ein – zum Umdenken geführt. Heißt: Die bereits geschlossene Kaderakte wird wieder geöffnet. „Wir müssen uns noch mal umgucken“, erklärt Mandel, ergänzt aber: „Es müssen Spieler sein, die uns auch gleich helfen können.“

Dass es die neun bisherigen Neuen können, davon sind Mandel und Co-Trainer Timo Kanigowski überzeugt, auch wenn es gegen Bardowick nur zu einem Treffer reichte und auch die Gäste gute Einschussmöglichkeiten besaßen. „Die hatten schon eine sehr gute Ordnung“, attestierte Mandel seinem Kollegen Bösch, der vergangenen Saison noch den Oberligisten Heeslinger SC auf Rang drei geführt hatte. Überlegen wurden die Rotenburger vor allem nach den sieben Wechseln in der 62. Minute. Insbesondere Can Sengül brachte ordentlich Schwung rein, auch Bjarne Kämmer überzeugte als Sechser mit seiner Zweikampfführung. „Wir haben gute Fußballer dazu bekommen“, betonte Mandel. „Can und Justin Kuchinke strotzen vor Spielfreude, auch Tetje passt da gut zu“, fügte der Coach an. „Schön zu sehen, wie die Bock auf Fußball haben.“ Sengül per Lattentreffer (69.), Kuchinke (76.), Fabian Wapsas (77.) und Posilek (88.) hätten dabei noch erhöhen können, während Sämi van den Berg auf der Linie einen Schuss von Lucas Kaufmann klärte und den möglichen Ausgleich verhinderte (80.).

Am Dienstag steht der nächste Test für den RSV an. Die Mandel-Elf empfängt um 19.30 Uhr den Oberligisten FC Verden 04.