Dringender Salat-Rückruf bei Edeka – Hersteller warnt vor Salmonellen
Rückruf von Salat bei Edeka – Hersteller warnt vor dem Verzehr
Stand: 05.09.2026, 20:19 Uhr
Kommentare

Ein frischer Salat klingt nach einer gesunden Wahl. Doch nun könnte er zum Risiko werden. Ein abgepacktes Produkt ist von einem Rückruf betroffen.
Kassel – Salat gehört für viele Menschen zum täglichen Speiseplan – und das aus gutem Grund. Er ist kalorienarm, reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Wasser, und lässt sich schnell und unkompliziert zubereiten. Wer beim letzten Einkauf zu einem solchen Produkt gegriffen hat, sollte jetzt jedoch genauer hinschauen.

Ein abgepackter Eisbergsalat, der in mehreren Bundesländern bei Edeka und Marktkauf verkauft wurde, wird zurückgerufen – der Grund: mögliche Verunreinigung mit Salmonellen. Der Hersteller rät ausdrücklich vom Verzehr ab.
Eisbergsalat im Rückruf – dieses Produkt sollte nicht mehr konsumiert werden
Konkret handelt es sich laut produktwarnung.eu um den Edeka Herzstücke Eisbergsalat Salat pur geschnitten in der 200-Gramm-Packung. Der Hersteller Florette Deutschland GmbH hat den Rückruf am 4. September 2026 veranlasst. Folgende Bundesländer sind betroffen:
Supermarktkunden können ohne Vorlage des Kassenbons in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet. Bei Fragen steht der EDEKA‑Kundenservice unter [email protected] sowie 0800 3335211 (kostenlos, Mo.–So. 8–20 Uhr) zur Verfügung. Zuletzt musste Edeka auch eine Tiefkühl-Beerenmischung zurückrufen.
Hier noch einmal alle Details des Rückrufs im Überblick:
| Produkt | Edeka Herzstücke Eisbergsalat Salat Pur geschnitten |
| Hersteller/Inverkehrbringer | Florette Deutschland GmbH |
| Verpackungsgröße | 200 g |
| Verbrauchsdatum (Betroffene Charge) | 05/09/26 |
| Zusätzliches Merkmal | Aufdruck „In Verkehr gebracht von: Florette Deutschland GmbH |
Salmonellen lösten Lebensmittelinfektion aus – Kinder und Ältere besonders gefährdet
Salmonellen sind Bakterien, die eine Lebensmittelinfektion – die sogenannte Salmonellose – auslösen können. Nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel beträgt die Inkubationszeit in der Regel 6 bis 72 Stunden, häufig treten Symptome bereits nach 12 bis 36 Stunden auf. Typische Beschwerden sind laut Robert Koch-Institut plötzlich einsetzender Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Die Erkrankung dauert meist wenige Tage und heilt bei gesunden Erwachsenen häufig ohne spezifische Behandlung ab.
Besonders gefährdet sind laut der Verbraucherzentrale jedoch bestimmte Personengruppen: Kleinkinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem können schwerere Verläufe entwickeln, die eine ärztliche Behandlung oder sogar einen Krankenhausaufenthalt erfordern können. Bei ihnen besteht das Risiko einer Austrocknung (Dehydration) durch anhaltenden Durchfall und Erbrechen.
In seltenen Fällen können Salmonellen in den Blutkreislauf gelangen und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) verursachen. Wer nach dem Verzehr des Produkts entsprechende Symptome entwickelt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und auf den möglichen Verzehr von salmonellenbelastetem Salat hinweisen. (Quellen: dpa, produktwarnung.eu, Robert Koch-Institut, Verbraucherzentrale) (jaka)