Machtgefüge beim FC Bayern verschiebt sich: Rummenigge bestätigt Entmachtung von Eberl
Stand: 26.09.2026, 19:42 Uhr
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Der FC Bayern stellt den Campus auf, wie Karl-Heinz Rummenigge nun offenbart. Sportvorstand Max Eberl wird seine Rolle dabei verlieren.
München – Das Machtgefüge des FC Bayern ist in diesem Thema wieder ein großes Gesprächsthema. So offenbarte Ehrenpräsident Uli Hoeneß, dass sein Vorstoß bei der Vertragsverlängerung von Max Eberl nicht bei allen Beteiligten gut angekommen ist. Dazu passt, dass Karl-Heinz Rummenigge erklärt hat, sich bei der Abstimmung enthalten zu haben. Eben jener Eberl ist nun wieder Thema.

In einem Interview mit der Münchner Abendzeitung hat Rummenigge nämlich erklärt, dass der Sportvorstand nicht mehr für den Campus zuständig ist. „Es ist inzwischen beschlossen, dass Christoph (Freund, Anm. d. Red.) und Jochen Sauer künftig die komplette Verantwortung für den Campus haben. Der Campus muss in Zukunft eine noch größere Rolle für den FC Bayern spielen“, so der frühere Vorstandsvorsitzende.
Eberl abgesetzt: Neues Duo führt Bayern-Campus
Diese Zuständigkeit lag bisher bei Eberl, der nun offenbar entmachtet wurde. Schon zu Jahresbeginn gab es Gerüchte, dass sich Sportdirektor Christoph Freund, dessen Vertrag ebenfalls verlängert wurde, zukünftig verstärkt um den Nachwuchs kümmern soll. „Uli und ich haben damals die ersten Gespräche mit ihm geführt und ihn von Salzburg hierher gelotst. Seine große Domäne ist der Campus“, begründet Rummenigge die Wahl.
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Dabei konnte er sich auch einen Seitenhieb gegen Eberl nicht verkneifen. „Nehmen wir dieses Jahr als Beispiel: Wir wollten eigentlich Palhinha, Boey, Zaragoza und Nübel verkaufen. Zusammen hatten wir ein Paket erwartet, das zwischen 60 und 70 Millionen Euro bringen sollte. Am Ende hat es 20 Millionen gebracht“, monierte der 71-Jährige.
Dabei ergänzte er: „Gerettet haben uns dann die Verkäufe der jungen Spieler, unter anderem von Aseko, Ibrahimovic und Kusi-Asare.“ Diesen Erfolg sprach er ausdrücklich nicht Eberl zu. „Das war in erster Linie der Verdienst von Jochen und Christoph. Sie sind absolute Fachleute auf dem Gebiet und kümmern sich täglich um den Campus“, meinte Rummenigge.
Somit wird sich das Duo nun federführend mit dem neuen sportlichen Leiter Michael Wiesinger um die Nachwuchsarbeit der Münchner kümmern. Dabei müssen sie sich auch mit der Frage beschäftigen, wer der neue Chefscout wird, denn der Vertrag von Nils Schmadtke läuft 2027 aus. „Gemäß Organigramm ist Christoph ja sowieso dafür verantwortlich. Das Scouting ist Sache des Sportdirektors, Max Eberl als Sportvorstand steht darüber“, erklärte Rummenigge.
Viel wichtiger ist jedoch der Satz, den er folgen lässt: „Entscheidend ist, dass man harmonisch und loyal zusammenarbeitet. Das wird in Zukunft noch wichtiger sein.“ Schließlich hat der FC Bayern große Ziele und will sich endlich wieder den Champions-League-Titel sichern. Dann würden auch die kleinen Machtspiele in den Hintergrund geraten. (smu)