Sängerin konfrontiert Elke Heidenreich nach Gender-Aussage: „Wachstum tut weh!“
Stand: 16.10.2026, 07:50 Uhr
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Bei einer Genderfrage bei „Inas Nacht“ ließ Elke Heidenreich Gastgeberin Ina Müller nicht einmal ausreden. Während sich die Moderatorin diplomatisch gab, entbrannte später in der Sendung ein Wortgefecht Heidenreichs mit Sängerin Mieze Katz.
Elke Heidenreich (83) hat in der ARD-Sendung „Inas Nacht“ gegenderte Sprache am Donnerstagabend scharf zurückgewiesen und dafür Widerspruch von Sängerin Mieze Katz erhalten. Ausgangspunkt war eine der Bierdeckel-Fragen von Gastgeberin Ina Müller (61).

Müller hatte begonnen: „Würdest du gendern, wenn man davon ...“ Weiter kam sie nicht, denn Heidenreich unterbrach sie: „Niemals würde ich gendern!“ Dann legte sie nach: „Weg mit der Karte! 'Künstler:innen', 'Ärzt:innen' - geht's noch!?“ Erst danach durfte Müller ihre Frage zu Ende stellen: „Würdest du gendern, wenn man davon 110 Jahre werden würde?“ Die Autorin blieb bei ihrer Haltung: „Nein! Niemals! Sprachverhunzung!“
Angesichts des darauf folgenden Gelächters aus dem Publikum gab sich Müller vermittelnd: „Lass sie doch! Du musst es ja nicht sagen, ich muss es auch nicht sagen!“ Gegenderte Sprache finde sie „“manchmal ganz gut„, räumte aber ein, sagte aber auch: “Ich vergesse es aber immer, ich krieg es nicht mehr rein."
Elke Heidenreich liefert sich Gender-Debatte bei „Inas Nacht“
Später trat die Band MiA mit dem Song „Gegenteil von Einsam“ auf. Katz erklärte, es sei ein Lied über Verbindlichkeit. Darin „steckt das Wort 'Verbindung' und wer verbunden ist, der ist das Gegenteil von einsam.“
Vor ihrem Abgang meldete sich die Sängerin, bürgerlich Maria Mummert, noch einmal zu Wort: „Ich wollte eine Sache noch zum Gendern sagen. Also, ich bin ja kein Sänger, ich bin eine Sängerin und meine Kolleginnen und Kollegen sind Sänger:innen.“ Heidenreich widersprach: „Ihr seid Sänger und Sängerinnen, aber nicht 'Sänger:innen'.“
Mummert ließ das nicht gelten: „Doch! Weißt du warum? Sprache entwickelt sich. Das nennt man Wachstum, und Wachstum tut weh.“ Heidenreichs Unmut sei „Wachstumsschmerz“, fügte sie an: „Das geht vorbei!“ Das Publikum applaudierte, Heidenreich reagierte mit einem Lächeln. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)