SAP-Transformation bei der Netzgesellschaft der Leipziger Stadtwerke - silicon.de
Adesso migriert zentrale IT-Landschaft der Netz Leipzig im RISE-Modell zu SAP S/4HANA Utilities.
Mit dem Projekt aktualisiert Netz Leipzig ihre energiewirtschaftlichen Kernsysteme als Verteilnetzbetreiber und grundzuständiger Messstellenbetreiber. Die Transformation ermöglicht effizientere Prozesse, flexiblere Anpassungen an regulatorische Anforderungen sowie die schnellere Einführung innovativer Komponenten in der Marktkommunikation. Die Betriebsbereitschaft des neuen Systems muss bis 2027 erreicht sein, da der Regelbetrieb des bestehenden Altsystems SAP-R/3-IS-U zum Ende desselben Jahres ausläuft. Neben der Transformation umfasst der Auftrag auch den anschließenden Betrieb über einen Zeitraum von fünf Jahren. Das Projektvolumen liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.
Erneuerung der zentralen Systeme für Netz- und MessstellenbetriebAbgebildet werden die Sparten Strom und Gas, zudem wird die spätere Integration der Sparte Fernwärme konzeptionell vorbereitet. Dabei werden sämtliche relevanten energiewirtschaftlichen Prozesse einschließlich Smart Metering unterstützt. Darüber hinaus setzt das Projekt zentrale regulatorische Anforderungen wie Bilanzkreisabrechnung (MaBiS), Gasbilanzierung (GaBi), Redispatch 2.0 sowie das Herkunftsnachweisregister (HKNR) um. Für diese und andere Erweiterungen, Integrationen und Side-by-Side-Entwicklungen kommt die SAP Business Technology Platform (BTP) zum Einsatz.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Übernahme und Bereinigung der bestehenden Datenbestände. Abrechnungsrelevante Informationen werden aus den Altsystemen strukturiert in die neue S/4HANA-Umgebung überführt, sodass Netz Leipzig den Betrieb ohne Unterbrechung fortsetzen kann. Bei der Datenmigration arbeitet adesso mit dem langjährigen Partner Natuvion zusammen. Weitere Projektpartner sind Capgemini und Cronos.
rku.it-Template reduziert AufwändeAls Projektbeschleuniger bringt adesso ein von rku.it entwickeltes Template mit. Darüber werden erfolgreich erprobte Prozesse und Strukturen bereitgestellt, die zu geringeren Aufwänden bei der Implementierung und Anpassung führen. Gleichzeitig unterstützt es eine klare Trennung von Core-System und Erweiterungen und erleichtert die Stabilisierung des Systems nach dem Go-Live.