Nach Angriff aus dem Irak: Wichtige Pipeline in Saudi-Arabien muss pausieren

Nach Angriff aus dem Irak

Saudi-Arabien schaltet wichtige Öl-Pipeline ab

Von t-online, dpa

Aktualisiert am 12.09.2026 - 02:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Drohnen attackieren eine strategische Leitung in Saudi-Arabien. Das Königreich zieht weitreichende Konsequenzen.

Nach Drohnenangriffen auf die Ost-West-Pipeline in den Regionen Riad und Medina hat Saudi-Arabien die strategisch wichtige Leitung vorsorglich abgeschaltet. Das teilte das Energieministerium über die staatliche Nachrichtenagentur SPA mit.

Bei dem Angriff seien mehrere Menschen verletzt worden, wie das saudische Außenministerium mitteilte. Die Drohnen sollen aus dem Irak gestartet worden sein. Laut Außenministerium wurden zudem Sachschäden registriert.

Die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline verbindet den Persischen Golf mit dem Roten Meer. Sie hat seit Beginn des Iran-Kriegs eine größere Bedeutung bekommen. Seit Ende Februar ist die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus faktisch blockiert.

Ausmaß des Schadens noch unklar

Nach einer ersten Analyse seien Pumpstationen neben der Pipeline getroffen worden, wie CNN unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtete. Satellitenbilder sollen laut CNN Brände zeigen. Ob die Pipeline selbst beschädigt wurde, ist unklar.

Die Leitung soll bereits Ende Juli vom Irak aus attackiert worden sein. Im Irak operieren mehrere vom Iran unterstützte Milizen. Wer hinter dem aktuellen Angriff steckt, teilte das Ministerium nicht mit.

Das Energieministerium erklärte, es seien Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern. Saudi-Arabien ist nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent der Welt. Das Land fördert rund zehn Millionen Barrel Öl pro Tag.

Irak setzt Kommandeur ab

Der Irak hat nach Angaben des Büros des Ministerpräsidenten einen Militärkommandeur abgesetzt. Untersuchungen hätten ergeben, dass die jüngsten Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Gebiet ausgegangen seien. Der Kommandeur war der Mitteilung zufolge bislang für Einsätze in der südirakischen Provinz Maysan zuständig.

Als Vorsichtsmaßnahme wurder außerdem der Grenzübergang Schalamtscheh zum Iran geschlossen. Das sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit laufe ein groß angelegter Einsatz, um die Täter zu fassen.