Schließt die BBC TV- und Radiosender?

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Der rigorose Sparkurs der BBC könnte erhebliche Folgen haben: Medienberichten zufolge ist die Schließung von TV- und Radiosendern beschlossene Sache. Offiziell bestätigt ist der Schritt noch nicht.

Bei der BBC stehen gravierende Kürzungen bevor: Medienberichten zufolge wird derzeit die Kommunikation von diversen Senderschließung vorbereitet, bestätigt ist das noch nicht. Das Magazin „Deadline“ aus den USA berichtet am Mittwoch über den Schritt.

Grund dafür ist das Ziel des Medienunternehmens, in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Pfund einzusparen. Spekulationen deuten darauf hin, dass unter anderem der Jugendsender BBC Three vor dem erneuten Aus stehen könnte.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

  • Sparkurs & Schließungen: Warum die BBC bei linearen Kanälen den Rotstift ansetzt.
  • BBC Three im Fokus: Droht dem Jugendsender die zweite Einstellung innerhalb eines Jahrzehnts?
  • Personal & Finanzen: Jobabbau und harte Verhandlungen über die Haushaltsabgabe.

Generaldirektor Matt Brittin baut um: Fokus auf digitale Angebote

BBC-Generaldirektor Matt Brittin prüft das aktuelle Senderportfolio gründlich und verlagert Ressourcen von Diensten mit sinkendem Einfluss hin zum Ausbau digitaler Angebote und Reichweiten. Bereits im Juni kündigte Brittin Kürzungen beim Budget für Produktionen in den Sparten TV, Radio und News um 80 Millionen Pfund an. Dies macht eine Überprüfung des gesamten Portfolios an linearen TV- und Radiokanälen erforderlich – die BBC reagiert damit auf die fortschreitende Online-Nutzung der Angebote der Anstalt.

Branchen-Insider vermuten, dass neben BBC Three auch die Zukunft von BBC Scotland auf der Kippe stehen könnte. Zudem sind Umstrukturierungen im Radiobereich geplant.

BBC Three: Droht die zweite lineare Einstellung?

Sollte BBC Three vom Netz genommen werden, wäre dies das zweite Mal innerhalb eines Jahrzehnts. Der Sender wurde bereits 2016 rein digital auf den iPlayer verlagert, bevor Brittins Vorgänger Tim Davie den Sender 2022 wieder ins lineare Fernsehen zurückholte.

Obwohl der Schritt ins Netz damals als vorausschauend galt und Hits wie „Fleabag“ oder „This Country“ hervorgebracht hatte, rückt nun die Fokussierung auf den Streaming-Dienst iPlayer wieder in den Vordergrund. Gegenüber „Deadline“ sagte eine Quelle, dass eine Abschaltung von BBC Three kaum nennenswerte Ersparnisse böte, da sich der Sender die Frequenz mit dem Kinderkanal CBBC teilt.

Stellenabbau und Verhandlungen mit der Regierung

Hinter den Kürzungsplänen steckt aber auch ein ein strukturelles Finanzierungsproblem: Zwar nutzen 94 Prozent der britischen Bevölkerung monatlich BBC-Angebote, aber weniger als 80 Prozent zahlen die jährliche Lizenzgebühr von 180 Pfund. Entsprechend wird sich die BBC auch wesentlich verschlanken.

  • Jobabbau: Bis zu 2.000 Arbeitsplätze stehen im Zuge der Sparpläne auf dem Spiel.
  • Gewerkschaftskonflikt: Nach abgelehnten Gehaltsangeboten drohen Streiks der Mitarbeiter.
  • Zukunft der Royal Charter: Die Führungsebene verhandelt derzeit mit der Regierung über die künftige Finanzierungsvereinbarung.

Es wird erwartet, dass es Anfang Oktober Details zum Sparprogramm der BBC geben soll.

Blitz-Analyse: Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Kürzungswelle angekündigt: Die BBC steht vor Ankündigungen zu Senderschließungen im TV- und Radiobereich.
  • BBC Three vor Neustrukturierung: Der Jugendsender könnte erneut aus dem linearen TV verschwinden und zum iPlayer wandern.
  • Personal-Druck: Der Sparkurs bedroht bis zu 2.000 Arbeitsplätze bei der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt.

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  • BBC 2: © Taljat/stock.adobe.com