Schlimmer Raubüberfall: Kim Kardashian erhält einen Euro Entschädigung nach Horrornacht

Stand: 16.09.2026, 14:07 Uhr

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Kim Kardashian bekommt nach dem Raub in Paris nur eine symbolische Entschädigung. Das Urteil regelt auch Zahlungen an ihre Stylistin, das Hotel und einen Rezeptionisten.

Fast zehn Jahre nach dem Raubüberfall in Paris ist das juristische Kapitel für Reality-Star Kim Kardashian abgeschlossen. Ein Gericht spricht der 45-Jährigen eine symbolische Entschädigung von einem Euro zu. Genau diesen Betrag hatte sie selbst in dem Zivilverfahren verlangt. Der Überfall auf die US-Unternehmerin hatte sich während der Pariser Modewoche im Oktober 2016 ereignet. Zwei als Polizisten verkleidete Täter drangen in ihre Suite ein, fesselten sie mit Kabelbindern und entkamen mit Schmuck im Wert von mehr als sechs Millionen Dollar. Körperlich blieb sie unverletzt, stand danach aber unter Schock.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promipool.de.

Kim Kardashian nennt den Überfall ihre schlimmste Erfahrung

Nach der Entscheidung bedankt sich Kardashian gemeinsam mit ihrer Stylistin Simone Harouche bei der französischen Justiz. „Es war die schrecklichste Erfahrung meines Lebens“, sagte Kim Kardashian laut Spiegel. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es außerdem, das Erlebnis sei zutiefst traumatisch gewesen und wirke bis heute nach.

Kim Kardashian erhält einen Euro Entschädigung.

Kim Kardashian erhält einen Euro Entschädigung. © IMAGO / StarfaceIMAGO / Starface / IMAGO / Starface

Bei der Gerichtsentscheidung gehe es nicht um Entschädigung, sondern um Verantwortlichkeit und Anerkennung. Harouche war während des Überfalls ebenfalls vor Ort. Auch sie hatte in dem Verfahren nur einen symbolischen Betrag gefordert, wie aus den Angaben zum Urteil hervorgeht.

Simone Harouche und das Hotel bekommen eigene Entschädigung

Neben Kardashian regelt das Urteil weitere Zahlungen. Harouche werden 50.000 Euro zugesprochen. Auch das Hôtel de Pourtalès, in dem die Unternehmerin während der Modewoche wohnte, erhält 50.000 Euro. Damit endet das Zivilverfahren nicht nur für die prominenteste Betroffene, sondern auch für weitere Beteiligte des Falls.

Der Prozess hatte nach den Schuldsprüchen vom Mai 2025 noch die Frage offen gelassen, welche Summen als Schadenersatz gezahlt werden. Das Gericht entscheidet nun über mehrere Forderungen, die sich aus den Folgen des Überfalls und dem Einsatz in jener Nacht ergeben.

Rezeptionist erhält rund 110.000 Euro nach Trauma

Die höchste zugesprochene Summe geht an den damaligen Rezeptionisten des Hotels. Er bekommt rund 110.000 Euro, nachdem er erklärt hatte, der Überfall habe ihn schwer traumatisiert. Seine Forderung hatte bei 550.000 Euro gelegen. Sein Anwalt Mohand Ouidja wertet die Entscheidung dennoch als Sieg, wie Welt berichtet.

Im Mai 2025 hatte das Pariser Gericht bereits acht Angeklagte schuldig gesprochen und zwei freigesprochen. Sieben Verurteilte erhielten Freiheitsstrafen zwischen drei und acht Jahren, teils vollständig oder teilweise zur Bewährung ausgesetzt. Ein weiterer Angeklagter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Täter spähten soziale Medien aus

Nach Ermittlungen der Polizei hatten die Täter die Aktivitäten des US-Stars über soziale Medien verfolgt. So konnten sie offenbar nachvollziehen, wann sich Kardashian in Paris aufhielt. Wegen ihres Alters wurden die Männer in Frankreich als „les papys braqueurs“, auf Deutsch etwa „Opa-Räuber“, bezeichnet. Mehrere von ihnen waren damals schon über 60 Jahre alt.

Weil Untersuchungshaft bereits angerechnet wurde, muss nach den Urteilen keiner der Verurteilten erneut ins Gefängnis. Mit der Entscheidung über die Entschädigungen ist der Fall nun auch zivilrechtlich abgeschlossen.