Schock-Vorfall in Tierpark: Mann springt in Tigergehege – kurz darauf fallen Schüsse
Stand: 11.10.2026, 08:15 Uhr
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Ein Mann springt in das Tigergehege des Yorkshire Wildlife Parks in Nordengland – und stirbt noch vor Ort. Was Augenzeugen sahen und was über den Vorfall bekannt ist.
Doncaster – Ein Mann ist am Samstagnachmittag (10. Oktober) in den Tigerbereich des Yorkshire Wildlife Parks in Nordengland eingedrungen und dort von einer Raubkatze tödlich verletzt worden. Wie der Sender BBC berichtet, wurde die Polizei um 13:35 Uhr Ortszeit alarmiert, der Rettungsdienst traf bereits zwei Minuten zuvor Vorbereitungen.

Laut Angaben des Yorkshire Ambulance Service, zitiert von der Zeitung Hampshire Chronicle, kamen zwei Rettungswagen, der Rettungshubschrauber Yorkshire Air Ambulance sowie ein Notarzt zum Einsatz. Trotz der Bemühungen der Einsatzkräfte starb der Mann noch vor Ort. Die Polizei bestätigte den Vorfall; auch der Park selbst meldete sich auf seiner Website zu Wort und sprach von einem „ernsten Vorfall“ im Tigergehege.
Der Mann soll vorgehabt haben, mit dem Tiger zu „spielen“
Augenzeugen berichteten der britischen Boulevardzeitung Daily Mail, der Mann habe vor dem Vorfall „agitiert“ gewirkt und sei in das Gehege gesprungen, offenbar in der Absicht, mit dem Tier zu „spielen“. Mehrere Besucher gaben gegenüber dem Sender ITV News an, kurz darauf mehrere Schüsse gehört zu haben – nach Angaben der Lokalzeitung The Star soll es sich dabei um fünf Schüsse aus Gaskartuschen oder Betäubungswaffen gehandelt haben, mit denen Parkmitarbeiter versuchten, den Tiger von dem Mann wegzuscheuchen. Eine Besucherin schilderte der BBC zudem, dass über das Gehege eine große schwarze Plane gelegt wurde, um die Szene abzuschirmen; sie lobte die anschließende Evakuierung des Parks als „sehr gut organisiert“.
Wie der Mann genau in das Gehege gelangte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Laut Angaben der New York Times verfügt der Yorkshire Wildlife Park über ein zwei Hektar großes, eigens angelegtes Tigerareal mit einem 300 Meter langen erhöhten Holzsteg, von dem aus Besucher die Tiere beobachten können. Die Anlage namens „Land of the Tigers“ wurde 2011 eröffnet, zwei Jahre nach Eröffnung des Parks selbst. Auch ein Motiv ist weiterhin unbekannt. Nach Berichten der Daily Mail war der Rüde „Altai“ der am Vorfall beteiligte Tiger; der Park beherbergt zudem das Weibchen „Tschuna“. Altai sei demnach erst im März 2025 in den Park gekommen. Der Tiger selbst blieb bei dem Vorfall unverletzt und hielt sich während des gesamten Geschehens in seinem Gehege auf. Eine Gefahr für andere Parkbesucher oder die Öffentlichkeit bestehe nicht, erklärten die Behörden.
Der Park blieb nach dem Vorfall für das gesamte Wochenende geschlossen
Im Yorkshire Wildlife Park leben mehrere Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt – sie gelten als die größten Raubkatzen der Welt. Es handelt sich um eine stark gefährdete Unterart, von der nur noch rund 500 Exemplare in freier Wildbahn leben. Die Identität des verstorbenen Mannes wurde bislang nicht veröffentlicht; seine Familie wurde informiert und wird laut Polizei von speziell geschultem Personal betreut. Die Behörden appellierten außerdem an die Öffentlichkeit, Videos von dem Vorfall, die bereits im Internet kursieren, nicht weiterzuverbreiten.
Der Park blieb nach dem Vorfall für den Rest des Wochenendes geschlossen. Der britische Außenminister Ed Miliband äußerte sich laut einem Bericht von Mirror öffentlich „zutiefst betroffen“ über den Vorfall und dankte den Rettungskräften sowie dem Parkpersonal für ihren Einsatz. Bei München wurde zuletzt ein möglicherweise freilaufender Puma gesichtet. (Quellen: BBC, Hampshire Chronicle, Daily Mail, ITV News, The Star, New York Times, Mirror) (tt)