Schon wieder viele Ausfälle: Werder gehen erneut die Spieler aus – Trio fehlt auch im Trainingslager
Stand: 09.08.2026, 12:05 Uhr
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Das ist ärgerlich: Werder Bremen muss im Trainingslager in Harsewinkel gleich auf drei Spieler komplett verzichten. Das Personal-Update.
Bremen – Auch Daniel Thioune konnte die Vergleiche zur vergangenen Saison nicht leugnen. „Wenn ich die ganzen Jungs, die fehlen, so aufzähle, fühle ich mich natürlich ein bisschen zurückversetzt“, sagte der Cheftrainer des SV Werder Bremen nach dem Testspiel gegen den SC Paderborn (2:2). Insgesamt 13 mögliche Akteure des Profi-Kaders standen Thioune nicht zur Verfügung.
Deshalb mussten nicht nur die U23-Akteure Noah Weißbach und Princewill Mbock kurzfristig die Reise nach Vechta mit antreten, auch der eigentlich für zweimal 90 Minuten vorgesehene Test wurde auf zweimal 70 Minuten verkürzt. „Aktuell ist es schon so, dass wir arg gebeutelt sind“, betonte auch Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz nach der Partie. „Das ist derzeit nicht wirklich optimal.“

Personal-Update: Werder Bremen muss im Trainingslager auf Felix Agu und Niklas Stark verzichten
Dabei sollte in dieser Vorbereitung am Osterdeich doch auch bei der Verfügbarkeit der Spieler endlich alles besser werden. Zwar gab es anders als im Vorjahr, als sich reihenweise Profis schwere Verletzungen über Monate zuzogen, in diesem Jahr zunächst viele vermeintlich kleinere Blessuren. Doch auch diese häufen sich derzeit merklich. Erst am Freitagabend zeichnete sich ab, dass mit Salim Musah (krank), Karim Coulibaly (Belastungssteuerung nach Rückenproblemen) und Dawid Kownacki (im Training umgeknickt) drei weitere Spieler gegen Paderborn nicht zur Verfügung stehen würden. „Es waren jetzt Gott sei Dank keine muskulären Verletzungen“, betonte Daniel Thioune. Davon musste der Cheftrainer des SV Werder Bremen in den vergangenen Wochen bereits zu viele hinnehmen.
Unter anderem die ohnehin schon in der Vergangenheit häufiger von Verletzungen geplagten Niklas Stark und Felix Agu mussten aufgrund muskulärer Probleme in den vergangenen zwei Wochen seit dem Trainingslager deutlich kürzertreten. „Das ist Qualität, die uns einfach fehlt“, betonte Thioune. Mit Blick auf das anstehende fünftägige Trainingslager des SV Werder Bremen in Harsewinkel machte er anschließend deutlich: „Auszuschließen ist, dass dort Niklas Stark, Felix Agu und Mats Heitmann im Training eingreifen können. Deshalb fahren sie nicht mit. Alle anderen sollen mindestens Teile absolvieren können.“
Für Stark und Agu ist es der nächste kleinere Rückschlag. Mit beiden Profis ist, wie zu hören ist, derzeit im Bremer Lager nicht wirklich verlässlich zu planen. Unklar ist, wann beide wieder komplett schmerzfrei auf dem Rasen stehen können. Heitmann plagen zudem noch Knieprobleme, die im Test bei Energie Cottbus vor einer Woche aufgetreten waren. „Ich hoffe natürlich, dass die Jungs schnellstmöglich wiederkommen, weil es in dieser Konstellation eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist“, betonte Thioune.
Werder Bremen hofft auf viele Rückkehrer: „Wir werden unser Bestes tun, sie schnellstmöglich wieder auf den Platz zu schicken“
Hinzu kommt weiterhin Mitchell Weiser, der auch mehr als 13 Monate nach seinem Kreuzbandriss noch nicht komplett mit der Mannschaft trainieren konnte. Immerhin stand der Rechtsaußen am Samstag, während die Kollegen in Vechta spielten, gemeinsam mit Dariusz Stalmach (Schulterverletzung) und Senne Lynen (Bauchmuskelzerrung) am Osterdeich für eine Rehaeinheit auf dem Rasen. Bei allen dreien sowie beim erkrankten Musah und dem angeschlagenen Kownacki besteht die Hoffnung, dass sie im Laufe des Trainingslagers zumindest teilweise wieder Übungen mit der Mannschaft absolvieren können. Gleiches gilt für Skelly Alvero, der wegen der Geburt seines zweiten Kindes in den vergangenen Tagen gefehlt hatte. „Wir werden unser Bestes tun, dass wir sie schnellstmöglich wieder auf den Platz schicken“, sagte Clemens Fritz.
In dem Wissen, dass aufgrund der derzeit dünnen Personaldecke auch dem Trainer die Hände etwas gebunden sind, wenn es darum geht, große taktische Abläufe einzustudieren. „Klar ist es immer so, dass, wenn so viele Spieler ausfallen, wie es aktuell ist, dann tut das nicht gut und fördert nicht gerade das Gemeinschaftsgefüge oder auch die Arbeit auf dem Platz.“ Ein Umstand, den sie nach der vergangenen Seuchen-Saison bei Werder Bremen eigentlich unbedingt verhindern wollten. (bvo)