Schreck-Moment in Airbus mit 133 Menschen an Bord: Laptop geht in Flammen auf, mehrere Verletzte
Stand: 23.08.2026, 13:47 Uhr
Kommentare
Auf einem American-Airlines-Flug von Atlanta nach Dallas fängt ein Laptop Feuer. Pilot und Crew reagieren geistesgegenwärtig und verhindern Schlimmeres.
Dallas – Dichter Rauch, Flammen in der Kabine, verbrannte Hände – an Bord von American-Airlines-Flug 2398 erlebten 133 Menschen am Freitagabend (21. August) einen Albtraum auf 10.000 Metern Höhe.

Etwa 30 Minuten vor der Landung des Fluges von Atlanta nach Dallas fing der Laptop eines Passagiers an zu qualmen – und brannte dann lichterloh. Der Besitzer warf das Gerät in den Gang. Passagiere, die helfen wollten, verbrannten sich dabei die Hände. Die Augenzeugin Jessica Irgens, die nur zwei Reihen entfernt saß, berichtete CBS News, dass sich die Kabine mit dichtem Rauch füllte – sie flüchtete sofort zum Heck des Flugzeugs.
Brennender Laptop sorgt für Schreck-Moment in Airbus mit 133 Menschen an Bord – Crew reagiert blitzschnell
Der Pilot meldete den Ernstfall per Funk. „Kabinenbrand im hinteren Teil des Flugzeugs. Die Flugbegleiter versuchen gerade, ihn zu löschen“, zitiert CBS News aus dem Funkverkehr. Die Crew reagierte schnell und verhinderte damit wohl Schlimmeres.
Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter handelten entschlossen: Sie sicherten den brennenden Laptop innerhalb von rund fünf Minuten in einem speziellen Thermoschutzbeutel. Der Airbus A321 landete um 18:55 Uhr Ortszeit sicher am Dallas Fort Worth International Airport, wo Rettungskräfte am Gate warteten.
Gegenüber den Fluglotsen meldete der Pilot: „Ich glaube, wir haben vier bis fünf Passagiere, die sich an dem Laptop verbrannt haben. Der Laptop ist etwa in der Mitte des Flugzeugs gesichert.“ Laut USA Today bestätigte die Sprecherin der US-Luftfahrtbhörde FAA, Cassandra Nolan, den Einsatz des Thermoschutzbeutels. Und kündigte eine Untersuchung an.
American Airlines erklärte in einem Statement: „Wir danken unserer Crew für ihre Professionalität und die schnelle Reaktion, um das Gerät zu sichern.“ Ein Passagier wurde nach der Landung medizinisch behandelt und anschließend entlassen.
Lithium-Akkus: Ein wachsendes Problem in Flugzeugen
Der Vorfall reiht sich in eine beunruhigende Serie ein. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat bis Juli 2026 bereits 55 Zwischenfälle mit Lithium-Akkus an Bord von Passagiermaschinen registriert – Tendenz steigend. Lithium-Batterien, wie sie in Laptops und Smartphones stecken, können einen sogenannten „Thermal Runaway“ auslösen: Dabei überhitzt die Zelle unkontrolliert und fängt Feuer – oft ohne jede Vorwarnung. Ursachen können Beschädigungen, Überhitzung, Wasserkontakt oder eine fehlerhafte Ladung sein. Die FAA schreibt deshalb Größenbeschränkungen für Lithium-Akkus im Handgepäck vor.

Kompakt und aktuell: Erhalten Sie regelmäßig die wichtigsten Nachrichten zur US-Politik als E-Mail direkt in Ihr Postfach.
Erst im Februar musste ein Alaska-Airlines-Flug nach Seattle umkehren, nachdem eine Powerbank eines Passagiers Feuer gefangen hatte. Auch bei einem Flug von Honolulu (Hawaii) nach Tokio kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall. (Quellen: CBS News, USA Today) (kh)