Schrottauto in Daun-Neunkirchen: Wrack steht seit drei Jahren – Behörden sind noch nicht am Ziel

Schrottauto in Daun-Neunkirchen Wrack steht seit drei Jahren – Behörden sind noch nicht am Ziel

Daun-Neunkirchen · Ein Schrottauto vor seinem Haus treibt Alois Zender seit Jahren um. Nun ist die A.R.T. zuständig – doch das Verfahren dauert.

22.09.2026 , 06:41 Uhr

Kein schöner Anblick und außerdem eine Gefahr: das abgestellte Wrack im Fasanenweg in Daun-Neunkirchen.

Foto: Susanne Stumm

Hot oder Schrott? Bei dem abgestellten Wrack in Neunkirchen ist für jeden auf den ersten Blick klar: Schrott. Seit rund drei Jahren steht es schon vor dem Haus von Alois Zender. Drei Jahre sind eine relativ lange Zeit. Jedenfalls dann, wenn man den Anblick eines Schrottautos vor Augen hat. Und den möchte Alois Zender nicht länger ertragen. Was zunächst nur einfach hässlich war, ist inzwischen auch gefährlich geworden. Die Scheiben sind eingeschlagen, der Wagen steht schief am Straßenrand und lädt geradezu dazu ein, ihn zu erkunden. Besonders Kinder und Jugendliche könnten auf die Idee kommen, das Wrack als Abenteuerspielplatz zu benutzen. Alois Zender möchte verhindern, dass etwas passiert. Was tut ein ordentlicher Bürger also? Richtig, man wendet sich an die Behörden.

Schrottauto wird juristisch zu Abfall – und die Zuständigkeit wechselt

Zunächst an die Polizei. Dort erfährt er: Zuständig ist die Verbandsgemeinde. Also weiter zur Verbandsgemeinde.

Hier erhält er die Auskunft: Grundsätzlich sei die Sache ganz einfach. Der Halter des Wagens ist bekannt. Und der Halter ist dafür verantwortlich, das Fahrzeug zu entfernen und zu entsorgen. Nur: Er tut es nicht. Er hält offenbar die Ohren steif und reagiert nicht auf die schriftlichen Aufforderungen der Behörde.
Nun könnte man meinen: Wenn der Halter nicht reagiert, wird die Behörde tätig. Doch so einfach ist das nicht. Denn während die Behörden versuchen, das Problem zu lösen, verändert sich das Problem einfach selbst.

Aus einem Auto wird ein Schrottauto. Und aus dem Schrottauto wird schließlich – juristisch besonders elegant – Abfall.

Und für Abfall ist nun nicht mehr die Verbandsgemeinde zuständig, sondern die A.R.T. in Trier.
Also wird der Vorgang weitergereicht. Von der Verbandsgemeinde zur A.R.T. Dort muss zunächst Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen werden. Ein abfallrechtliches Verfahren läuft. Das dauert.

Hot oder Schrott – die Antwort ist für dieses Auto längst gegeben: Schrott. Bleibt eine einzige Frage: Wer entfernt diesen?
Drei Jahre sind eine relativ kurze Zeit. Jedenfalls wenn man auf die Entscheidung der Behörden wartet.

Jetzt, wo das Wrack als Abfall eingestuft wird, hofft Ortsvorsteher Hennen jedenfalls, dass der Fall „Schrottauto“ damit nun bald endlich der Vergangenheit angehört.