Nach Schüssen und Festnahme in Regensdorf: Medien berichten von Drogenproblemen

Schüsse in Regensdorf: Medien berichten von Drogen- und Alkoholproblemen des Täters

Am frühen Dienstagmorgen meldeten Anwohner Schüsse aus einem Wohnhaus. Stunden später stellte sich der Schütze der Polizei. Unter Nachbarn war der Mann offenbar kein Unbekannter.

14.07.2026, 18.37 Uhr

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Aktualisiert


In diesem Wohnhaus fielen am frühen Dienstagmorgen mehrere Schüsse. Der Täter wurde später von der Polizei festgenommen.

In diesem Wohnhaus fielen am frühen Dienstagmorgen mehrere Schüsse. Der Täter wurde später von der Polizei festgenommen.

NZZ

In Regensdorf bei Zürich hat es am frühen Dienstagmorgen einen Grosseinsatz der Polizei gegeben. Wie die Kantonspolizei später auf Anfrage erklärte, hatte sich eine Person in einer Wohnung verschanzt.

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Kurz nach 4 Uhr waren bei der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Anwohner an der Neuhardstrasse hatten Schüsse gehört. Kurz danach waren die Einsatzkräfte vor Ort. Auch sie konnten knallenden Lärm einer Feuerwaffe feststellen. Daraufhin konnten die ausgerückten Spezialisten eine Wohnung in einem vierstöckigen Mehrfamilienhaus lokalisieren, aus der die Schüsse abgegeben worden sein könnten.

Mit Pistolengurt im Gang angetroffen

Zunächst war es der Polizei gelungen, Kontakt mit der bewaffneten Person aufzunehmen. Dieser brach dann wieder ab. Das betroffene Areal wurde weiträumig abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Gegen 9 Uhr schaffte es die Polizei erneut, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Er habe sich dann widerstandslos festnehmen lassen, wie der «Blick» mit Bezug auf Augenzeugen berichtet. Auf dem Online-Portal der Zeitung ist auch ein Video zu sehen, das den Täter zeigen soll. In dem Filmchen ist zu erkennen, wie sich ein nur mit Shorts und Sandalen bekleideter Mann vor bewaffneten Polizisten auf den Boden des Balkons im obersten Stockwerk legt und sich dann festnehmen lässt. Das Video stammt laut dem «Blick» von einem Augenzeugen.

Auf Anfrage bestätigt die Kantonspolizei die Festnahme des Täters. Um 10 Uhr war der Einsatz der Kantonspolizei beendet. Bei dem Schützen handelt es sich um einen 27-jährigen Schweizer, wie die Polizei weiter mitteilte. Verletzt worden sei niemand. Die Hintergründe und die genauen Umstände der Tat seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Ein Bewohner des türkisfarbenen Wohnhauses sagte gegenüber der NZZ und weiteren Journalisten vor Ort, endlich sei der Mann geschnappt worden. Der Verhaftete habe seit einem Dreivierteljahr immer wieder Schüsse abgegeben. Er habe ihn auch einmal mit einem Pistolengurt im Gang angetroffen. Ob der Verhaftete den Behörden schon früher aufgefallen war, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen und wegen des Persönlichkeitsschutzes nicht mitteilen.

Bei «20 Minuten» kamen am frühen Dienstagabend weitere Nachbarn zu Wort. Sie hätten sich bereits mehrfach bei der Polizei und bei der Verwaltung des Wohngebäudes gemeldet, weil aus der gleichen Wohnung immer wieder Schüsse gefallen seien. Nach Angaben der Nachrichtenplattform bestätigte die Immobilienverwaltung auf Anfrage, dass Mieter schon früher Schüsse gehört und die Verwaltung darüber informiert hätten. Dies sei auch der Polizei gemeldet worden, heisst es in dem Artikel von «20 Minuten».

Der «Blick» berichtete am Dienstagabend, dass der Täter vor ein paar Monaten an einem Podiumsgespräch von Alkohol- und Drogenproblemen erzählt habe. Die News-Plattform hat offenbar den Namen und das Alter des Täters recherchiert und Spuren des jungen Mannes im Internet gefunden. Nach eigenen Angaben habe er mehrere Klinikaufenthalte absolviert. Erst 2023 habe er endgültig mit Drogen aufgehört, sagte der Mann laut «Blick»-Recherchen auf dem Podium. «Seitdem dreht sich mein Leben um Religion und Jesus», wird der spätere Schütze in dem Beitrag zitiert.

Suiziddrohung in Winterthur

Am Montagabend war es in Winterthur ebenfalls zu einem Grosseinsatz der Polizei gekommen. Die Stadtpolizei hatte einen 82-jährigen Schweizer in Sicherheit gebracht, der damit gedroht hatte, Suizid zu begehen. Der Mann wurde laut Angaben der Stadtpolizei in ärztliche Betreuung übergeben. Ein Polizist ist bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Am Nachmittag hatte die Meldung, dass sich der Mann in einem Wohnquartier in Winterthur Seen verschanzt habe, einen Grosseinsatz ausgelöst. So rückten Einsatzkräfte der Stadtpolizei Winterthur, der Berufsfeuerwehr sowie von Schutz & Intervention Winterthur aus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Umgebung der Wohnung weiträumig abgesperrt.

Zudem war die Einsatzgruppe Diamant, die Sondereinheit der Kantonspolizei Zürich, mit Verhandlungsspezialisten vor Ort. Es ist dieselbe Abteilung, die am Dienstagmorgen auch in Regensdorf im Einsatz war. In Winterthur gelang es den Experten, nach längeren Gesprächen mit dem Mann Zugang zu dessen Wohnung zu erhalten und den 82-Jährigen in Sicherheit zu bringen. Hintergründe zu den Motiven der Suiziddrohung nannte die Polizei nicht.

Hier bekommen Sie Hilfe:

Wenn Sie selbst Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, wenden Sie sich bitte an die Berater der Dargebotenen Hand. Sie können diese vertraulich und rund um die Uhr telefonisch unter der Nummer 143 erreichen. Spezielle Hilfe für Kinder und Jugendliche gibt es unter der Nummer 147.

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