17 Schüsse am frühen Morgen: Polizei sucht nach versuchter Tötung in Adlershof nach Zeugen
Nach einem versuchten Tötungsdelikt in der Nacht auf Freitag in Berlin-Adlershof bittet das Landeskriminalamt um Mithilfe bei den Ermittlungen. Zeugen, die Freitagfrüh gegen 4.40 Uhr Verdächtiges im Bereich Dörpfeldstraße/Marktplatz Adlershof/Anna-Seghers-Straße beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen insgesamt 17 Schüsse gefallen und mehrere Personen und Fahrzeuge beteiligt gewesen sein, teilten die Ermittler mit.

© Damaske Jule
Wer Schüsse oder andere auffällige Geräusche gehört, Autos oder Menschen im unmittelbaren Umfeld beobachtet habe oder sonstige Angaben zum Geschehen machen kann, wird gebeten, sich unter 030 4664-911666 oder per E-Mail an [email protected] zu wenden.
Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass ein 20-Jähriger, der von mindestens einem Projektil getroffen worden war, ins Krankenhaus gekommen war.
Der mutmaßliche Tatort an der Dörpfeldstraße, Ecke Süßer Grund ist tagsüber ein belebter Ort. Gegenüber befindet sich ein Marktplatz, drumherum sind Geschäfte, Imbisse und direkt daneben ein Drogeriemarkt. Geschossen wurde wohl auf ein Wohnhaus mit mehreren Wohnungen.
Auf Berlins Straßen kommt es immer wieder zu Waffengewalt. In den vergangenen Monaten wurde aus vorbeifahrenden Autos auf Menschen geschossen, Pistolen wurden auch bei Streitigkeiten oder Überfällen gezückt. Erst in der Nacht zu Montag wurde vor einem Frühstückslokal in Neukölln ein 27-Jähriger erschossen. Die Polizei fahndet nach zwei Tatverdächtigen und sucht nach Zeugen.
Seit Oktober 2025 versucht die Behörde, die Lage mit einer Sondereinheit in den Griff zu bekommen, einer sogenannten Besonderen Aufbauorganisation (BAO). Zunächst nannte sie sich „Park“, Mitte November wurde sie zur BAO „Ferrum“ aufgestockt, lateinisch für „Eisen“. (Tsp/dpa)