Schwabing: Stadt München schafft Aufenthaltsstipendium für Autoren im früheren Lenz-Haus

Stand: 29.07.2026, 13:10 Uhr

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München

In Schwabing-Freimann vergibt die Stadt München künftig ein Aufenthaltsstipendium im früheren Wohnhaus des Schriftstellers Hermann Lenz. (Symbolbild) © IMAGO / Imagebroker

Die Stadt München schreibt erstmals ein Aufenthaltsstipendium für Autoren aus dem deutschsprachigen Raum in Schwabing aus.

Schwabing-Freimann – Das frühere Wohnhaus des Schriftstellers Hermann Lenz und seiner Frau Hanne nahe der Münchner Freiheit soll künftig als Stipendienhaus für Autoren dienen. Das Kulturreferat der Stadt München schreibt in Kooperation mit der Hermann-Lenz-Stiftung erstmals das Hanne-und-Hermann-Lenz-Aufenthaltsstipendium aus, wie die Stadt München mitteilt. Das Stipendium richtet sich an Autoren aus dem deutschsprachigen Raum und wird zweimal jährlich vergeben.

Autoren aus dem deutschsprachigen Raum können sich für das Aufenthaltsstipendium im Lenz-Haus in Schwabing bewerben

Jeder Aufenthalt ist auf drei Monate angelegt, jeweils ab März und ab September. Das Kulturreferat stellt dafür jährlich 15.000 Euro für Aufenthaltspauschalen bereit. Das Haus in der Mannheimer Straße 5 wird ab 2027 für die Stipendiaten zur Verfügung gestellt. Die erste Ausschreibung erfolgt 2026 für das Frühjahr 2027, Bewerbungen müssen bis 1. November bei der Hermann-Lenz-Stiftung eingereicht werden.

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Kuratorium entscheidet über Auswahl der Stipendiaten

Über die Vergabe entscheidet ein literaturwissenschaftlich besetztes Kuratorium. Die ausgewählten Autoren, ihr Werk oder ihr Schreibvorhaben sollen idealerweise, aber nicht zwingend einen Bezug zum Werk von Hermann Lenz haben. Kulturreferent Marek Wiechers erklärt, mit dem Stipendium werde „eine Lücke im städtischen Förderportfolio und unserer Residencys für die Literaturszene“ geschlossen.

Hermann Lenz lebte bis zu seinem Tod in München

Hermann Lenz lebte mit seiner Frau Hanne von 1975 bis zu seinem Tod 1998 in München. Er gelangte spät zu Ruhm, nicht zuletzt durch die Vermittlung des späteren Nobelpreisträgers Peter Handke, der sozusagen als erster „Writer in Residence“ fast ein Jahr im Münchner Zuhause des Ehepaars verbrachte. Nach dem Tod von Hanne Lenz 2010 wurde das Haus behutsam saniert und wird heute von der Hermann-Lenz-Stiftung verwaltet. (Quelle: Landeshauptstadt München)