Schweizer Ski-Star bei WM-Kracher plötzlich im Stadion
Schweizer Ski-Legende verfolgt WM-Viertelfinale im Stadion – ihre Zukunft ist offen
Stand: 12.07.2026, 01:13 Uhr
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Argentinien und die Schweiz kämpfen in Kansas City um das Ticket für das Halbfinale der WM 2026. Live vor Ort ist wohl auch eine Skifahrerin mit ungewisser Zukunft.
Kansas City – Eine besondere Zuschauerin nimmt wohl in der Nacht auf Sonntag auf der Tribüne des Arrowhead Stadiums in Kansas City Platz: Ski-Star Lara Gut-Behrami wird laut Blick das WM-Viertelfinale der Schweizer Nati gegen Titelverteidiger Argentinien (hier geht es zum Liveticker) live verfolgen. An ihrer Seite sitzt ihr Ehemann Valon Behrami, einst selbst Schweizer Nationalspieler.

Seit November 2025 steht Gut-Behramis Karriere auf der Kippe: Ein schwerer Sturz im Training riss ihr das Kreuzband und das Innenband im linken Knie. Ob die 34-jährige Tessinerin je wieder auf Ski steht, ist bis heute offen. Dabei hat sie in ihrer Karriere schon fast alles gewonnen: Gesamtweltcup 2016, WM-Gold 2021 in Cortina, Olympiasieg im Super-G 2022 in Peking, zwei Kristallkugeln im März 2024 in Saalbach. Nun schaut sie zu – zumindest vorerst.
Ex-Ski-Star Gut-Behramis und Ex-Profi Mehmedi bei WM vor Ort
Ebenfalls im Stadion: Ex-Nati-Star Admir Mehmedi und Bundesrat Martin Pfister. Der Sportminister hatte sich schon am Samstagmorgen per Videobotschaft eingestimmt. Anpfiff ist um 3.00 Uhr MESZ (alle TV-Infos hier). Wer weiterkommt, spielt in Atlanta im Halbfinale. Für die Schweiz ist das historisch: Das letzte WM-Viertelfinale liegt 72 Jahre zurück – beim Heimturnier 1954.
Der Gegner hat einen gewissen Lionel Messi im Kader. Der 39-Jährige bestreitet seine sechste WM und hat bereits acht Tore auf dem Konto. Argentinien-Coach Lionel Scaloni gibt sich trotzdem betont demütig: „Es gibt keine leichten Gegner, das wissen wir alle. Für mich ist die Schweiz eine hervorragende Mannschaft.“ Über Messis Form lässt er keine Fragen offen: „Er ist fit, er hat einen Fitnesscoach.“ Ganz so dominant wie der Ruf war Argentinien in der K.-o.-Runde allerdings nicht – gegen Kap Verde und Ägypten zitterte sich die Albiceleste jeweils durch.
Die Schweiz muss ohne ihren besten Torschützen ran. Johan Manzambi, 20, fehlt mit einer Knieprellung – drei Turniertore, kein Einsatz. Der SC-Freiburg-Stürmer hatte schon das Achtelfinale verpasst und soll laut Medienberichten für rund 60 Millionen Euro zu Newcastle United wechseln. Trainer Murat Yakin macht wenig Hoffnung: „Johan kann morgen leider nicht spielen. Wir haben es versucht, Johan fit zu bekommen, aber das lässt es noch nicht zu.“
Dafür hat die Nati Moral. Gegen Kolumbien im Achtelfinale: Elfmeterschießen, Torhüter Gregor Kobel hält, Weiterkommen. Kapitän Granit Xhaka, 33, kennt die Richtung: „Wir wollen auch den nächsten Schritt machen.“ Und falls jemand noch zweifelt: „Wenn wir diese Einheit einmal mehr zeigen, können wir Argentinien auch ärgern.“ (fpt)