Schweizweite Demos - Mehrere tausend Menschen demonstrieren für Klimaschutz

  • Nach dem historischen Hitzesommer 2026 sind am Freitag in mehreren Deutschschweizer Städten jeweils Tausende Menschen für besseren Klimaschutz auf die Strasse gegangen.
  • Zu den Kundgebungen aufgerufen hatte die Allianz «Keine 50-Grad-Sommer», der sich über 170 Organisationen angeschlossen haben.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten aller Altersgruppen auf dem Bundesplatz in Bern forderten die sofortige Umsetzung wirksamer Hitze- und Klimaschutzmassnahmen. Die Klimakrise müsse auf politischer, finanzieller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene mit höchster Dringlichkeit behandelt werden, forderte eine Rednerin der Organisation Klimastreik.

Viele trugen selbstgemachte Transparente mit sich. Nach Redebeiträgen auf dem fast vollen Bundesplatz standen eine Velodemo und eine Diskussionsrunde auf dem Programm.

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  • Bild 1 von 6. Die Demonstrantinnen und Demonstranten in Bern forderten die sofortige Umsetzung wirksamer Hitze- und Klimaschutzmassnahmen.

    Bildquelle: Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE.

    Menschenmenge vor einem grossen historischen Gebäude (Bundeshaus) mit Fahnen.
  • Bild 2 von 6. Zahlreiche Transparente mit Forderungen zu mehr Klimaschutz waren zu sehen.

    Bildquelle: Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE.

    Menschenmenge bei einer Veranstaltung im Freien mit einem roten Regenschirm, der Schriftzeichen trägt.
  • Bild 3 von 6. Zu den schweizweiten Kundgebungen aufgerufen hatte die Allianz «Keine 50-Grad-Sommer».

    Bildquelle: Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE.

    Plakat mit Umweltbotschaft vor historischem Gebäude.
  • Bild 4 von 6. Auch in Zürich fanden sich zahlreiche Menschen zusammen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.

    Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.

    Menschenmenge bei einer Versammlung mit Fahnen und Plakaten, im Hintergrund ein historisches Gebäude in einem Park.
  • Bild 5 von 6. Dieser Mann zeigte auf kreative Weise seine Forderungen.

    Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.

    Menschen bei einer Versammlung im Freien mit bunten Schildern und einem Regenschirm mit Beschriftungen.
  • Bild 6 von 6. Die Temperaturen liessen die Teilnehmenden beinahe sommerlich gekleidet demonstrieren.

    Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.

    Menschenmenge bei einer Protestveranstaltung mit Plakaten und bunten Blumen.

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Rund 4000 Menschen schlossen sich in Basel den landesweiten Klima-Demonstrationen an. Die bewilligte Kundgebung nahm Bezug auf den Rekord-Hitzesommer 2026. Sie startete im Schützenmattpark in Richtung Innenstadt.

Sätze wie «Keine 50-Grad-Sommer», «Die beste Klimaanlage ist eine intakte Natur!» oder «Zukunft retten – es gibt keinen Planet B» waren auf den Transparenten zu lesen. Der Demozug war sehr durchmischt mit jüngeren und älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachtete.

In Zürich waren nach Angaben eines Fotografen von Keystone-SDA rund 7000 Menschen. In der Stadt Luzern versammelten sich auf dem Theaterplatz nach Schätzungen eines Reporters der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mehrere Hundert Menschen. In Bellinzona waren es gemäss einer Schätzung rund 150 Personen.

Wirksame Massnahmen gefordert

Die Klimakrise verschwinde nicht mit dem Ende des Sommers, schrieben die Organisatorinnen und Organisatoren in ihrem Kundgebungsaufruf. Die Klimakrise müsse auf politischer, finanzieller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene mit höchster Dringlichkeit behandelt werden.

Die Kundgebungs­teilnehmenden forderten, dass alle Leben geschützt werden müssten, insbesondere die verletzlichsten. Zudem müsse das Wirtschaftssystem grundlegend verändert werden, um die Treibhausemissionen «drastisch zu reduzieren». Weltweit seien bereits heute Gebiete nahezu unbewohnbar. «Wir weigern uns, diese lebensfeindliche Welt und bedrohlichen Zukunftsperspektiven hinzunehmen», schreibt die Koalition.

Demos in insgesamt zehn Städten

Insgesamt fanden in zehn Städten Demonstrationen statt, darunter auch Chur, Baden, Thun und Biel. Zu den schweizweiten Kundgebungen aufgerufen hatte die Allianz «Keine 50-Grad-Sommer», hinter der mehr als 100 Organisationen stehen wie die Klima-Allianz, Klimastreik, Greenpeace, Pro Velo, VCS sowie verschiedene politische Parteien aus dem linksgrünen Spektrum. Sie fanden parallel unter anderem auch in Bern, Zürich, Luzern und Bellinzona statt. Insgesamt waren es mehrere tausend Menschen.

Die Allianz will an die vor einigen Jahren gut besuchten Klimastreik-Kundgebungen anknüpfen. Diese entstanden nach dem Vorbild der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. In Bern gingen Ende September 2019 rund 60'000 Menschen auf die Strasse. Aus den wenige Wochen später stattfindenden Eidgenössischen Wahlen gingen die Grünen als grosse Sieger hervor.