Schwere Gewitter: Blitz trifft größte Insel im Eibsee – Waldbrand am Berg
Stand: 03.08.2026, 18:49 Uhr
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Mehrere Unwetter haben am Wochenende die Einsatzkräfte im Landkreis gefordert. Zwei Blitzeinschläge lösten Brände aus. Auch Badegäste mussten in Sicherheit gebracht werden.
Landkreis – Untertags heizte sich die Luft auf, abends blitzte und donnerte es dann am Himmel. Teils schwere Gewitter zogen am Wochenende durch den Landkreis. An mehreren Orten waren die Einsatzkräfte gefordert. Unter anderem am Eibsee, wo es auf der Sasseninsel brannte. Zuvor hatte ein Blitz in einen Baum eingeschlagen. Das Gleiche passierte unterhalb des Karecks bei Oberau. Bis Montagmittag hielt der Waldbrand die Feuerwehr auf Trab. Welche Gefahren hinter solchen Unwettern lauern, ist nicht jedem bewusst. Etwa einigen Badegästen am Eibsee.

Schwere Gewitter in Garmisch-Partenkirchen: Wetterkarte zeigt Blitzeinschläge
Mit Kreuzen und Punkten in sämtlichen Farben ist die Wetterkarte übersät, die die Blitzeinschläge am Sonntagabend rund um Garmisch-Partenkirchen dokumentiert. Einer davon löste vermutlich den Waldbrand aus, der die Oberauer Feuerwehr bis gestern Mittag beschäftigte. Als die Ehrenamtlichen am Sonntag an der Ettaler Straße – auch hier wurde ein Baum von einem Blitz getroffen – zugange waren, sahen sie gegen 18.15 Uhr einen grellen Blitzschlag im Bereich des Karecks. „Der war wohl der Auslöser“, spekuliert Kommandant Florian Schindlbeck.
Es dauerte nicht lange, bis die ersten Anrufe eingingen. Mehrere Zeugen meldeten eine Rauchentwicklung. Weil es am späten Abend nicht mehr möglich war, einen Hubschrauber zu organisieren, machte sich die Feuerwehr mit der Drohne der Kameraden aus Partenkirchen ein Bild von der Brandstelle. Zu Fuß war sie für die Ehrenamtlichen nicht erreichbar. „Wir sprechen da von absolut unbegehbarem Gelände“, betont Schindlbeck.

Waldbrand bei Oberau: Feuer breitet sich glücklicherweise nicht aus
Ein Glück war, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitete. Betroffen war eine Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Am Montagmorgen begannen die Löscharbeiten. Im Bereich der Driving Range des Golfplatzes wurde ein Wasserbehälter aufgestellt, die Zufahrtsstraße blieb stundenlang gesperrt. Vor Ort waren neben der Feuerwehr auch die heimische Bergwacht und die Wehr aus Partenkirchen. Einige Hubschrauberflüge später war das Feuer gegen 12 Uhr gelöscht.
Rauch stieg am Sonntagabend auch 20 Kilometer weiter südwestlich auf. Auf der Sasseninsel im Eibsee hatte ebenfalls ein Blitz einen Baum getroffen. Gegen 19 Uhr rückte die Grainauer Feuerwehr mit 21 Mann aus. Per eigenem Boot und mit einem der Wasserwacht gelangten sie auf die Insel. „Da hat‘s schon richtig gebrannt“, sagt Vize-Kommandant Josef Keller. Etwa 30 Zentimeter tief soll sich das Feuer in die Erde gefressen haben. Um es zu löschen, mussten die Einsatzkräfte den Boden aufhacken. Als sie wieder abrückten, war es schon nach 22 Uhr.

Mehrere Einsätze am Eibsee – Badegäste unterschätzen Gefahren
Für die Wasserwacht war das nicht der einzige Einsatz am Wochenende. Wie BRK-Sprecher Jörg Jovy mitteilt, mussten am Eibsee mehrere Menschen in Sicherheit gebracht werden. Während das Gewitter aufzog, fuhren einige Badegäste in ihren Tretbooten über den See. „Allein am Samstag waren wir elfmal im Einsatz“, sagt Marc Lehmann. Der Vorsitzende der Kreiswasserwacht appelliert einmal mehr, die Wetterbedingungen im Auge zu behalten.
Gerade am Eibsee. Ein Warnsystem mit Blinklichtern, wie am Staffelsee, gibt es dort nicht. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben. Anders als zwei Urlauber, die mit ihren Stand-up-Paddles über den Eibsee fahren wollten. Obwohl es da schon blitzte und donnerte. Gerade noch rechtzeitig wurden Mitglieder der Wasserwacht auf die beiden aufmerksam. Und warnten sie vor den Gefahren. (tsch)