Verlust für Russland: Ukraine zerbombt Putins Kampfjet auf der Krim

„Schwerer Schlag“ gegen Russland: Ukraine attackiert Kampfjet und Logistik auf breiter Front

Stand: 16.09.2026, 22:51 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Russlands Logistik bröckelt: Die Ukraine zerstört einen Kampfjet, Munition sowie Drohnen-Stationen – und startet gleichzeitig eine neue Offensive.

Krim/Lyman – Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Mittwoch laut eigenen Angaben einen russischen Su-24-Kampfbomber auf dem Militärflugplatz Saky auf der besetzten Krim getroffen. Gleichzeitig attackierten ukrainische Einheiten mehrere russische Drohnen-Bodenkontrollstationen sowie Munitions- und Treibstofflager in verschiedenen Regionen.

Russlands S-400-Luftverteidigungssystem auf der Krim ist für Putin von großer Bedeutung. Darauf aber gelang der Ukraine nun ein effektiver Luftangriff.

Ein ukrainischer Soldat nahe der Frontlinie. (Archivfoto) © dpa/Ukrainian 93rd Mechanized brigade | Iryna Rybakova

Die Angriffe zeigen: Die Ukraine erhöht den Druck auf russische Militärstrukturen – und das auf mehreren Fronten zugleich. Die ukrainischen Angriffe richten sich gezielt gegen Infrastruktur, die Russland für seinen Vormarsch im Osten braucht.

Ukraine-Krieg: Präzisionsangriffe auf der Krim und in Donezk

Das genaue Schadensausmaß an dem russischen Kampfjet wird laut Ukrainska Pravda noch bewertet. Neben dem Bomber wurden russische Drohnen-Bodenkontrollstationen in Staromlyniwka und Pokrowsk in der Oblast Donezk sowie in Pokrowske in der Oblast Saporischschja getroffen. Diese Stationen sind entscheidend für den Einsatz russischer Angriffsdrohnen gegen ukrainische Stellungen und Städte.

Darüber hinaus zerstörten ukrainische Kräfte ein russisches Munitionsdepot in Dowschansk in der Oblast Luhansk sowie Treibstoff- und Schmiermittellager in Rowenky (Luhansk) und Berdjansk (Saporischschja). Auf der Krim wurden zudem automatisierte russische Überwachungssysteme vom Typ Grenader in Suworowe und Ryssowe ausgeschaltet, die zur Bewegungserkennung eingesetzt werden. Die koordinierten Schläge deuten auf eine gezielte Strategie Kiews hin, russische Logistik- und Aufklärungskapazitäten systematisch zu schwächen.

„Schwerer Schlag“ gegen Russlands Armee: Offensive bei Lyman als strategischer Hintergrund

Die Luftangriffe fallen in eine Phase, in der die Ukraine auch am Boden verstärkt aktiv ist. General Andrij Bilezkyj, Kommandeur des 3. Armeekorps, gab am Dienstag eine laufende Bodenoffensive nördlich der Stadt Lyman in der Oblast Donezk bekannt. Die seit mehreren Tagen andauernde Operation habe bislang mehr als zehn Quadratkilometer befreit und 75 Quadratkilometer von russischen Einheiten gesäubert, die sich dort eingenistet hatten. Den Kampfkapazitäten der russischen Einheiten sei dabei „ein schwerer Schlag versetzt“ worden, zitierte die Nachrichtenagentur AFP Bilezkyj.

Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Mehrere Militäranalysten gehen jedoch davon aus, dass die Offensive darauf abzielt, den russischen Druck auf die Schlüsselstädte Slowjansk und Kramatorsk zu verringern. Der russische Vorstoß, gegen den sich die ukrainische Operation richtet, erstreckt sich auf einer Breite von rund 15 Kilometern nördlich von Lyman – und damit etwa 30 Kilometer nördlich von Slowjansk.

Putin will den Donbass: Warnung vor möglicher Einkesselung

Das in Washington ansässige Institute for the Study of War (ISW) warnte, dass die russische Armee eine Einkesselung von Slowjansk und Kramatorsk erreichen könnte, sollte ihr Vorstoß in dieser Region weiter ausgebaut werden. Beide Städte sind die bedeutendsten in der Oblast Donezk, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen, und gelten als strategisch zentral für die Verteidigung des gesamten Gebiets.

Auf russischer Seite herrscht derweil Unklarheit über das tatsächliche Ausmaß der ukrainischen Geländegewinne. „Die Informationen über das Ausmaß des Vormarschs der ukrainischen Streitkräfte bleiben widersprüchlich“, hieß es am Sonntag im Telegram-Kanal Rybar, der der russischen Armee nahesteht. Wie weit die ukrainische Offensive tatsächlich trägt, dürfte sich erst in den kommenden Tagen zeigen – doch die Kombination aus Bodenoffensive und gezielten Schlägen gegen russische Infrastruktur zeigt: Kiew setzt auf koordinierten Gegendruck. (Quellen: Ukrainska Pravda, AFP, Telegram) (nak)