SCW Göttingen ohne „Inge“: Nach dem Peters-Wechsel fehlen 44 Tore

Stand: 05.08.2026, 22:13 Uhr

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Fußball Bezirksliga 2026/27, SCW Göttingen Neuzugänge. Trainer Marc Zimmermann, Kevin Höß, Torwart Luca de Wall, Paul Leonhard, Trainer Steffen Claaßen. Foto: Helmut Anschütz/gsd

Drei der Neuzugänge des SCW Göttingen in der Fußball- Bezirksliga-Saison 2026/27: Von links Trainer Marc Zimmermann, Kevin Höß, Torwart Luca de Wall, Paul Leonhard, Trainer Steffen Claaßen. © Helmut Anschütz/gsd

Ingmar Peters erzielte in der vergangenen Saison 44 Treffer für den SCW Göttingen. Jetzt wechselte der Torjäger zur innerstädtischen Konkurrenz von Göttingen 05.

Göttingen – In der vergangenen Saison Platz drei hinter Landolfshausen/Seulingen und Hainberg, in der vorletzten Spielzeit sogar Rang zwei hinter dem FC Sülbeck/Immensen – folgt dann in der bevorstehenden Serie fast automatisch die „Pole-Position“? Eine wohl ziemlich vermessene Spekulation. Der SCW Göttingen ordnet sich weitaus realistischer ein, sieht vor allem in Sparta Göttingen zumindest einen der Favoriten, so Trainer Steffen Claaßen.

Zugänge und Abgänge

Zugänge: Kevin Höß (TSV Sudheim), Daniel Bikic (TSV Sudheim), Torwart Luca de Wall (FC Lune), Paul Leonhard (SV BW Neuhof), Julian Perner (eigene A-Jugend), Chris Noah Kiehlmann (eigene A-Jugend), Dennis Grube (SSV Nörten-Hardenberg).

Abgänge: Rico Simon (FC Weser), Tim Strüber (Fußballpause), Jannes Käding (Karriere-Ende), Johannes Bellmann (Studien-Ende), Ingmar Peters (Göttingen 05), Mehmet Kaan Arlier (Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach).

Immerhin müssen die Weender ein wohl großes Handicap kompensieren: In der vergangenen Saison hatten sie in Ingmar Peters den herausragenden Torjäger in ihren Reihen, der einen nach dem anderen Treffer knipste. Am Ende waren es sensationelle 44 „Buden“. Dass die innerstädtische Konkurrenz ein Auge auf „Inge“ hatte, lag eigentlich auf der Hand. Und klar: Peters wechselte zu 05.

„Seinen Abgang können wir wohl kaum auffangen. Er war eben ein perfekter Abschlussspieler“, würdigt Claaßen den Ex-Goalgetter auch noch im Nachhinein. Doch unter anderem in Kevin Höß vom TSV Sudheim hofft man neben dem Weender Freibad, einen guten Ersatz gefunden zu haben. Von den Sudheimern ist auch noch Daniel Bikic zu den Göttinger Nordstädtern gewechselt. Dazu kommen noch vier weitere neue Mittelfeldspieler plus Torwart Luca de Wall. Auch auf den Ex-Nörtener Dennis Grube setzt man beim SCW große Stücke. „Grube, Höß und Bikic sind drei gestandene Spieler“, sagt Claaßen.

Fast ein Neuer ist auch Lukas Sielaff, der seit seiner Kniescheibenluxation im vergangenen Februar raus aus dem Kader war. Er soll nun langsam wieder herangeführt werden.

Nach wie vor wird der SCW von einem Trainer-Trio gecoacht. Jasper Frohn kümmert sich rundherum um das Team, Claaßen ist wie Marc Zimmermann für das Sportliche zuständig. „Das letzte Wort hat Marc“, lächelt Claaßen. Das Weender Urgestein ist eben auch der älteste im Dreigestirn. Claaßen (34) selbst ist nach wie vor auch noch für das spielende Team gemeldet.

Nach dem glücklichen Sieg im Bezirkspokal durch einen Treffer von Paul Grothoff in der Nachspielzeit zum 1:0 bei Bezirksliga-Aufsteiger SVG Einbeck erwartet die Weender ein spezieller Meisterschaftsstart. Weil das Heimrecht im zweiten Punktspiel in Einbeck getauscht wurde, beginnt der SCW mit drei Auswärtsspielen beim SV Rotenberg am kommenden Sonntag, in Einbeck und dann beim SSV Nörten, ehe dann der vom SCW ernannte Titelaspirant Sparta in Weende gastiert. Danach dürfte man schon erste Erkenntnisse haben, wo es mit dem SCW in dieser Saison langgeht.

„Wir müssen versuchen, uns in den ersten Wochen zu Punkten zu mogeln“, sagt Steffen Claaßen. Auf alle Fälle soll es nicht wieder solch einen Saisonauftakt geben wie vor einem Jahr, als man aus den ersten acht Partien nur dünne acht Zähler fischte. Danach legte der SCW damals noch mit Torjäger „Inge“ Peters los, doch zu eben mehr als Rang drei reichte es nicht mehr. Womit ein Dutzend anderer Mannschaften sicherlich sehr zufrieden gewesen wäre. (Helmut Anschütz/gsd)