Sekundenschlaf verhindern: Nickerchen beim Rasten: Wie Ihnen Powernaps wirklich helfen

Sekundenschlaf verhindern Nickerchen beim Rasten: Wie Ihnen Powernaps wirklich helfen

München · Zu viel Schlaf auf der Rast kann kontraproduktiv sein. Worauf Autofahrende bei der nächsten Pause achten sollten - und wann ein Kaffee sinnvoll ist.

15.07.2026 , 07:13 Uhr

Powernap auf dem Rastplatz: Der Kurzschlaf sollte nicht länger als etwa 10 bis 20 Minuten dauern.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa/dpa-tmn

„Gäähn“, „Brrr“ und „Blinzel“: In Comics ist Müdigkeit eine lustige Sache. Doch in der Realität ist sie gerade für Autofahrende brandgefährlich. Wer am Steuer brennende Augenlider bemerkt oder wem es fröstelt, sollte diese Alarmzeichen für Müdigkeit ernst nehmen. Denn diese schränke die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark ein wie Alkohol, warnt der TÜV Süd.

Dadurch kommt es nicht nur zu Konzentrationsproblemen, auch Reaktionszeiten können deutlich nachlassen und Fahrende könnten ihre Fähigkeiten überschätzen. Vor allem aber geschlossene Augen sind lebensgefährlich, auch wenn es noch so kurz ist. Wer beispielsweise bei Tempo 100 für nur drei Sekunden die Augen geschlossen hat, legt der Prüforganisation zufolge über 80 Meter im absoluten Blindflug zurück. 

Kurz schlafen ja - lange eher nein

Um Sekundenschlaf vorzubeugen, startet man grundsätzlich besser nur ausgeschlafen und macht bei langen Fahrten regelmäßig Pausen.

Schon bei den ersten Warnzeichen nicht zögern und den nächsten Parkplatz ansteuern. Alles andere sei nur ein Bekämpfen von Symptomen, heißt es beim TÜV Süd. Das Gute: Der nötige Kurzschlaf muss - und sollte - gar nicht länger dauern als etwa 10 bis 20 Minuten.

Je länger der Kurzschlaf, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man in tiefere Schlafstadien kommt. Wer dann aber nicht wirklich ausschlafen kann, sondern aufwachen und weiterfahren muss, fühlt sich oft benommen oder sogar noch müder als vor dem Einschlafen.

Kaffee kann erfrischend wirken - das ist aber zu beachten

Wer mag, kann vor dem Powernap eine Tasse Kaffee trinken. Der hat zwar Koffein, doch wirkt es den Angaben zufolge erst nach 30 Minuten. Da sollte man ja ohnehin schon wieder wach sein, aber es stört nicht beim Einschlafen und könnte den Erfrischungseffekt verstärken. Allerdings: Kaffee allein als Schlafersatz eignet sich nicht.

Allgemeiner Tipp: Die innere Uhr beachten. Soll heißen: In der Regel befinde sich der Mensch biologisch zwischen zwei Uhr und fünf Uhr morgens und auch am Nachmittag gegen 14.00 Uhr in einem Tief.

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