Ukraine: Sieht so ein möglicher Frieden aus?
Selenski kündigt Plan zum Kriegsende an – Kämpfe könnten jedoch noch Monate dauern
«Waffenstillstand, Freihandelszone, Truppenabzug»
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sprach am Sonntag über ein mögliches Kriegsende und Vorschläge, wie dieses umgesetzt werden könnte. Doch dennoch dürften sich die Kämpfe noch mehrere Monate hinziehen.
Publiziert: 18:51 Uhr
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Aktualisiert: 18:53 Uhr
Darum gehts
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- Selenski kündigt Plan mit USA und EU an, inklusive Waffenstillstand
- Plan enthält Freihandelszone, Truppenabzug und Pufferzone unter Drittführung
- Verhandlungsfenster soll von Dezember 2026 bis Sommer 2027 laufen
Janine EnderliRedaktorin News
Es ist eine Ankündigung, die gross tönt: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) erklärte am Sonntag, dass er gemeinsam mit seinen Partnern aus den Vereinigten Staaten und Europa einen Plan zur Beendigung des Krieges entwickelt habe, der «einen Waffenstillstand, eine Freihandelszone und einen Truppenabzug» umfasse. Diese Ankündigung machte er laut RBC Ukraine während eines Treffens mit Journalisten.
«Wir haben mit Jared Kushner und Steve Witkoff ein einseitiges Dokument erstellt, auf dem realistische Ideen für die Beendigung des Krieges festgehalten sind.» Dieses umfasse einen Waffenstillstand, eine Freihandelszone, die von den Amerikanern vorgeschlagen wurde, einen anschliessenden Truppenabzug und Sicherheitsgarantien.
Besonders bemerkenswert ist der Vorschlag für eine Pufferzone. «Das heisst, wir und die Russen gehen gleichermassen zurück und schaffen so eine Pufferzone, eine Art Freihandelszone unter einer bestimmten Führung. Es ist noch nicht klar, welche, aber es wird eine dritte Partei sein», zitiert das Medium Selenski.
Erste Verhandlungen erst vor Weihnachten?
Damit wäre ein entscheidender Punkt des Plans die Frage, wie ein solcher Rückzug praktisch umgesetzt und überwacht werden könnte. Unklar ist insbesondere, wo genau die Truppen beider Seiten zurückweichen müssten, wer die Einhaltung eines Waffenstillstands kontrolliert und welche Konsequenzen drohen würden, wenn eine der Seiten gegen die Vereinbarungen verstösst.
Zudem sollen die EU und die Nato Sicherheitsgarantien leisten. Wie diese genau aussehen sollen, ist ebenfalls noch unklar.
Die Amerikaner wollen die Ideen nun mit den Russen besprechen, so Selenski. In den letzten Tagen hat sich die Situation auf dem Schlachtfeld weiter zugespitzt. Putin drohte Kiew mit weiteren «verheerenden Angriffen». Zuvor griff Kiew immer wieder Logistikzentren von Wildberries (dem russischen Amazon) an. Beide Seiten schwören immer wieder Rache.
Ein schnelles Ende des Krieges ist trotz des Friedensentwurfes nicht in Sicht. Selenski sprach davon, dass ein allfälliges Verhandlungsfenster im Dezember 2026 starte und bis in den Sommer 2027 hineingehe.