Mögliches Treffen mit Russland und China: Jetzt zieht Selenskyj eine ganz klare Grenze
Selenskyj macht deutliche Ansage: Treffen von Trump, Putin und Xi unter dieser Bedingung
Stand: 21.10.2026, 14:00 Uhr
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Selenskyj fordert einen Platz am Tisch, falls Trump, Putin und Xi bei einem möglichen Dreiertreffen über die Zukunft der Ukraine sprechen.
Oslo – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert einen Platz am Verhandlungstisch, falls Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping bei einem möglichen Dreiertreffen über die Zukunft der Ukraine sprechen. Gespräche der USA mit Russland und China seien deren Sache. Sobald es aber um sein Land gehe, könne eine solche Runde ohne die Ukraine nicht akzeptiert werden.
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Auf einer Pressekonferenz in Oslo verwies Selenskyj auf den Grundsatz „Nichts über die Ukraine ohne die Ukraine“. Über ein mögliches Treffen zwischen den USA, China und Russland sagte er: „Das ist ihre Sache.“ Wenn dabei jedoch über die Ukraine und deren Zukunft gesprochen werde, „kann das nur akzeptabel sein, wenn wir mit am Verhandlungstisch sitzen“.

Selenskyj hatte zuvor erklärt, er strebe ein anderes Format an: ein Treffen auf höchster Ebene zwischen den USA, der Ukraine und Russland. Bestimmte Fragen könnten aus seiner Sicht nur von den Staats- und Regierungschefs selbst geklärt werden.
Selenskyj zieht klare Grenze für Gespräche
Hintergrund sind Überlegungen zu einem möglichen Treffen von Trump, Putin und Xi. Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge hat Putin eine solche Zusammenkunft für den kommenden Monat vorgeschlagen, um über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine zu sprechen.
US-Außenminister Marco Rubio bestätigte, dass über ein Treffen gesprochen worden sei, eine endgültige Vereinbarung gebe es jedoch noch nicht. Trump hatte am Montag erklärt, er sei bereit, sich mit Putin und Xi über ein Ende des Krieges zu beraten.
Gespräche mit den USA laufen weiter
Selenskyj berichtete zugleich von neuen Kontakten mit Washington. Am Dienstagmorgen habe er mit Rubio telefoniert. Später nahm der US-Sondergesandte Steve Witkoff in Oslo an Gesprächen mit der ukrainischen Seite teil, Jared Kushner wurde online zugeschaltet.
Der ukrainische Präsident sprach von „positiven Signalen“ aus den USA und einem „sehr konstruktiven Dialog“. Zugleich schränkte er ein: „Er war sehr konstruktiv zwischen uns, weil wir alle Frieden wollen – die Ukraine, Europa und die Vereinigten Staaten.“ Witkoff sollte am folgenden Tag nach Russland reisen. „Wir werden sehen, was Putin zu sagen hat“, erklärte Selenskyj.
Streit um möglichen Weg zu Verhandlungen
Kiew drängt nach Selenskyjs Angaben weiterhin auf ein gemeinsames Vorgehen mit den europäischen Staaten und den USA. Die ukrainische Seite habe Washington konkrete Vorschläge übermittelt, die bei Gesprächen mit Russland eingebracht werden sollten.
Selenskyj verwies zudem auf den Vorschlag einer Feuerpause bei Angriffen auf Energieanlagen. Die Ukraine habe die amerikanische Initiative unmittelbar unterstützt und angeboten, empfindliche Teile der russischen Energieversorgung nicht anzugreifen, falls Moskau im Gegenzug ukrainische Anlagen verschone. Russland habe diesen Vorschlag jedoch nicht angenommen.
Quellen: Präsident der Ukraine, nif/red.