Schon wieder! Nächste Unwetter-Front zieht über Italien
Serie setzt sich fort: Nächste Unwetter-Front zieht über Italien – Zahlreiche Regionen betroffen
Stand: 14.10.2026, 13:16 Uhr
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Die Unwetter-Serie in Italien setzt sich weiter fort. Eine kritische Schlechtwetterphase zeichnet sich laut Meteorologen ab.
München – Mit schönem Herbstwetter sieht es in Italien aktuell eher düster aus. Über dem Land breitet sich zwar in den nächsten Tagen ein Hochdruckgebiet aus. Es ist jedoch nur eine kurze Verschnaufpause. Eine weitere Welle von heftigen Niederschlägen steht bevor. Da sind sich italienische Meteorologen bei ilmeteo.it sowie meteoGiornale.it einig.
Vor ein paar Tagen rauschte ein massives Tiefdrucksystem über ganz Italien. Der italienische Zivilschutz gab für mehrere Regionen Warnstufen heraus. Ein Tornado wütete auf Sizilien. Schwere Gewitter mit Sturmböen und sintflutartigen Regenfällen lösten Erdrutsche und Überschwemmungen aus.
Wetterturbulenzen in Italien: Atlantikfront bringt „Wendepunkt“
Eine Atlantikfront bringt in Teilen Italiens wieder heftige Regenfälle und einen Temperatursturz. „Am Sonntag, dem 18. Oktober, wird ein Wendepunkt erwartet“, teilt ilmeteo.it-Meteorologe Mattia Gussoni in einer aktuellen Prognose mit. Gussoni rechnet stellenweise mit intensiven Niederschlägen. Ein Tiefdruck über Skandinavien sei für die Störung im Mittelmeerraum verantwortlich.
Auch Meteorologe Antonio Iannella von MeteoGiornale.it erwartet kräftigen Niederschlag, besonders in Ligurien, im Piemont und in der nördlichen Lombardei. Toskana, Venetien und Teile Mittelitaliens müssen mit verstärkten Niederschlägen rechnen. Atlantische Luftmassen ziehen voraussichtlich von Westen heran und treffen vor allem den Norden sowie die Küsten am Tyrrhenischen Meer.
Diese Italien-Regionen sind betroffen:
- Piemont
- Ligurien
- Lombardei
- Venetien
- Toskana
Die unbeständige Wetterlage dürfte auch am Montag (19. Oktober) weiter anhalten und sich dann weiter nach Süden ausbreiten. Der italienische Zivilschutz hat zunächst noch keine Wetterwarnung aktiviert (Stand: 14. Oktober, 10:35 Uhr), das kann sich jedoch jederzeit ändern. In den Alpen ist in den Hochlagen schon der erste Schnee gefallen. Lokal wurden sogar bis zu 40 Zentimeter Neuschnee an der Alpennordseite am Wochenende gemeldet. Aktuell ist es in den Bergen recht mild. In Höhen von 2000 Metern liegen die Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius.
Laut Wetterexperte Iannella ist eine zweite Schlechtwetterphase zwischen dem 20. und dem 25. Oktober mit Blick auf die ECMWF‑Modellberechnungen möglich. Kühlere Kontinentalluft aus dem Osten könnte Mittel- und Süditalien sowie Sizilien und Sardinien mit ergiebigen Niederschlägen treffen. Der Norden käme bei dieser zweiten Welle eher glimpflich davon, dort werden nur vereinzelte, schwächere Schauer erwartet.
Die Prognose für die zweite Oktoberhälfte ist noch unsicher. Die Berechnungen stammen vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) und beziehen sich auf längerfristige Wettertendenzen.