Sie wäre 86 Jahre alt geworden: Stadt nimmt Abschied von Sabine Zech

Stand: 17.09.2026, 22:27 Uhr

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Am 17. September wäre sie 86 Jahre alt geworden: Mit einer Gedenkfeier nahm die Stadt am Abend Abschied von der verstorbenen Alt-Oberbürgermeisterin Sabine Zech.

Hamm – Klassische Musik hat sie geliebt: Melodien von Sibelius und Telemann umrahmten am Donnerstagabend, 17. Dezember, das Gedenken an Sabine Zech. Die Stadt nahm im Gustav-Lübcke-Museum offiziell Abschied von der Alt-Oberbürgermeisterin. Zech war am 18. Juli überraschend im Alter von 85 Jahren gestorben.

Städtische Trauerfeier für Sabine Zech im Gustav-Lübcke-Museum Hamm an ihrem Gebursttag. OB Marc Herter

Städtische Trauerfeier für Sabine Zech im Gustav-Lübcke-Museum: Eine Würdigung der verstorbenen Alt-Oberbürgermeisterin an ihrem 86. Geburtstag. © Andreas Rother

Das Datum der Gedenkfeier war kein Zufall: Es wäre Zechs 86. Geburtstag gewesen. Der Ort war ebenfalls sorgfältig gewählt: Der Museumsneubau fiel in die Amtszeit der ersten und bisher einzigen Oberbürgermeisterin Hamm.

Abschiedsfeier für Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Zech

Oberbürgermeister Marc Herter erinnerte an eine Frau, die „immer klar, immer zugewandt, immer an den Menschen interessiert“ gewesen sei. Und die immer ihren eigenen Kopf gehabt habe. Zech und ihre SPD, das sei nicht immer einfach gewesen. Dass sie immer Sozialdemokratin geblieben sei, rechnete er ihr hoch an.

Zech habe in Hamm viel bewegt, sagte Herter: Gleichstellungsstelle, Woche der Brüderlichkeit, Museumsneubau. Ihr politisches Vermächtnis über Hamm hinaus sei Einführung eines hauptamtlichen Oberbürgermeisters gewesen. „Die Stadt Hamm ist Sabine Zech für ihr Wirken dankbar“, so der OB. „Wir verneigen uns heute vor einer großen Frau.“

Trauerfeier im Juni in der Pauluskirche

So sah es auch Prof. Dr. Christoph Zöpel, ehemals Landesminister für Stadtentwicklung und langjähriger politischer Weggefährte Zechs. Wie bei Werner Figgen und Günter Rinsche habe auch Zech als OB weit über Hamm hinaus gewirkt – und das als eine der ersten Frauen in der Politik. Leicht habe sie es nicht gehabt, als junge Akademikerin in einer vom Bergbau geprägten Umgebung. Aber sie habe sich durchgesetzt und „sie bleibt unser Vorbild“.

Musiklehrerin Maike Röhr erinnerte an eine Sabine Zech, die sich nach ihrer politischen Karriere der Musik widmete. Sie nahm an der Musikschule Geigenunterricht, wechselte dann zur Viola und spielte im Sinfonieorchester der Musikschule. Das „Plaisir d‘amour“ von Jean Paul Martini habe sie immer mit einem „ach, wie schön“ beendet. Das Viola-Quartet, das Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule und das Collegium Musicum des Städtischen Musikvereins erinnerten mit ihren Darbietungen an eine Frau, die in Hamm vielen fehlen wird.

Eine Trauerfeier für die Alt-Oberbürgermeisterin hatte im Juli in der Pauluskirche stattgefunden. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten ihre Anteilnahme bekundet. Ob Zech mit der Benennung einer Straße oder einer Einrichtung geehrt wird, steht noch nicht fest.