Skeletoni Jungk will erneut die Früchte des Sprint-Trainings ernten
Wintersport
Stand: 07.09.2026 23:44 Uhr
Der Dresdner Axel Jungk ist mit 35 Jahren der mit Abstand älteste deutsche Skeletonfahrer. Bei Olympia 2026 sicherte sich der Sachse gleich zwei Silbermedaillen. Weil er schnell startete. Und am Start feilt er weiter.
Mit 35 Jahren feierte Skeletoni Axel Jungk seine größen Erfolge: Zweimal Silber bei Olympia 2026 in Cortina. Ein Grund dafür: Er ist am Start, eminent wichtig in der Eisbahn, wieder so schnell wie in seinen Anfangsjahren: "Am Ende war ich da in der Form meines Lebens, war am Start auch so nah an der Weltspitze wie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Und das liegt nicht daran, dass ich körperlich besser geworden bin, sondern in allererster Linie, dass wir einfach meine Technik verbessert haben."
"Zusammenarbeit gekrönt in einer geilen Saison"
Mit "Wir" weist er auf den Sport-Wissenschaftlicher und Sprint-Experten Dr. Tobias Alt hin. Der fordert den Athleten des Dresdner SC ordentlich, lässt aber auch den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen: "Die sehr, sehr enge und tiefe Zusammenarbeit mit Tobi hat mir persönlich extrem den Spaß am Sport zurückgebracht. Das wurde dann gekrönt in einer geilen Saison."
Beschleunigung und Lauftechnik: Zwischen Feingefühl und Peitsche
Dr. Tobias Alt hat das Beschleunigungs-Vermögen von Axel Jungk verbessert. Dazu dessen Lauftechnik beim Starten korrigiert. "Ich habe versucht, ihn komplett mal auf links zu drehen. Also sein Bewegungsmuster mal zu ändern, dass er es halt viel mehr tanzt, dass er es mit viel mehr Feingefühl macht." Nur mit Feingefühl geht es aber nicht. Wenn Jungks Bein unter der Beobachung von Alt zurückschnellt, dann solle das "wie eine Peitsche" sein, so der Wissenschaftler.
Die neue Technik fordert den Dresdner sehr: ""Ich muss es einfach regelmäßig machen, weil es halt einfach wirklich sehr komplexe Abläufe sind und nur wenn ich die eigentlich tagtäglich mache, werden die irgendwann automatisch und erst wenn es automatisch ist, wird es schnell."
Vorfreude auf WM-Bahn in Lillehammer
Mit einem noch schnelleren Start will Axel Jungk diesen Winter zum ersten Mal Einzel-Weltmeister werden. Die Bahn in Lillehammer gefällt ihm: "Das Startprofil liegt mir. Da war ich in den letzten Jahren richtig schnell und ich hoffe, dass mir das dieses Jahr wieder gelingt." Die neue Saison beginnt in drei Monaten auf der Heimbahn in Altenberg.
(Frank Stuckatz/Christian Kerber)
Olympische Spiele | Skeleton
Silber und Bronze für deutsche Skeleton-Teams
Susanne Kreher und Axel Jungk haben sich die zweite Silbermedaille bei den Olympischen Spielen gesichert. Jubeln durfte auch das zweite deutsche Team mit Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer.
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