SMA schreibt wieder schwarze Zahlen – doch eine Sparte macht noch Minus
Stand: 13.08.2026, 18:59 Uhr
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Der Solartechnik-Hersteller SMA hat im ersten Halbjahr 2026 schwarze Zahlen geschrieben. Allein der Verkauf abgeschriebener Warenbestände auf dem Zweitmarkt brachte Millionen ein.
NIestetal – Der Solartechnik-Hersteller SMA hat im ersten Halbjahr 2026 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 72,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte SMA noch einen Verlust von 42,4 Millionen Euro verbucht. Schon die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal, die SMA Mitte Juli veröffentlicht hatte, hatten auf eine Erholung hingedeutet. SMA beschäftigt am Stammsitz Niestetal rund 2500 Menschen. Noch im vergangenen Jahr hatte SMA ein umfassendes Sparprogramm mit Stellenabbau vorangetrieben.
Auch das operative Ergebnis verbesserte sich deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im ersten Halbjahr auf 62,4 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte SMA noch einen operativen Verlust von 19 Millionen Euro ausgewiesen. Zu der Verbesserung trugen unter anderem besondere Ergebniseffekte sowie Rückerstattungen von US-Zöllen bei.
Solartechnik-Hersteller SMA meldet wieder schwarze Zahlen
Zu den Sondereffekten gehört vor allem der Verkauf von Warenbeständen, deren Wert SMA zuvor nach unten korrigiert hatte. Dafür fand das Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem Käufer auf dem Zweitmarkt. Die Verwertung der Bestände brachte Einnahmen von 22,4 Millionen Euro.
Der Umsatz blieb dagegen mit 686,6 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (684,9 Millionen Euro). Rückzahlungen von US-Zöllen an Kunden minderten dabei den ausgewiesenen Umsatz um 22,3 Millionen Euro. Ohne diesen Effekt hätte SMA nach eigenen Angaben 708,9 Millionen Euro umgesetzt.
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Deutlich besser lief das Geschäft mit Solartechnik für Haushalte und Unternehmen. Der Umsatz dieser Sparte stieg wegen einer höheren Nachfrage um knapp ein Viertel auf 144,5 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis blieb der Bereich allerdings in den roten Zahlen: Das Ebit lag bei minus 21,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch minus 129,2 Millionen Euro.
Vorstand hatte schon Mitte Juli Prognose für das Gesamtjahr angehoben
Im Geschäft mit großen Solar- und Speicherprojekten ging der Umsatz dagegen um 4,7 Prozent auf 542,1 Millionen Euro zurück. Die Sparte blieb profitabel, ihr Ebit sank jedoch von 113,4 Millionen auf 78,3 Millionen Euro. SMA führt den Rückgang unter anderem auf höhere Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte und gestiegene Aufwendungen für Verschrottungen zurück. Positiv wirkten sich die US-Zollrückerstattungen aus. Für die zweite Jahreshälfte erwartet SMA dort vor allem in Europa, dem Nahen Osten und Afrika mehr umgesetzte Projekte.
Auch der Auftragsbestand legte deutlich zu. In der Sparte für große Projekte verzeichnete das Niestetaler Unternehmen im zweiten Quartal nach eigenen Angaben einen Rekordauftragseingang. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 1,75 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es rund 1,16 Milliarden Euro.
Der Vorstand hatte bereits Mitte Juli seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. SMA rechnet nun mit einem Umsatz von 1,625 bis 1,725 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet das Unternehmen 180 bis 230 Millionen Euro. Laut Unternehmen spiegelte die Anhebung sowohl gesunkene Risiken als auch verbesserte Rahmenbedingungen in beiden Geschäftsbereichen wider. Weitere Veränderungen bei Handelsbeschränkungen, geopolitischen Spannungen, Zöllen oder Wechselkursen könnten allerdings zu Abweichungen von der Prognose führen.