Smarte Fahrradboxen sichern Rad per App – und schlagen Alarm

Stand: 29.08.2026, 07:00 Uhr

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Laden Interessierte zur kostenfreien Nutzung der smarten Radabstellanlagen ein (v. l.): Manuel Pahl, Lennart Kleemann (beide Elkamet), Bürgermeisterin Barbara Eckes sowie die beiden Fachbereichsleiter Jürgen Saure und Sebastian Prause.

Sie laden Interessierte zur kostenfreien Nutzung der smarten Radabstellanlagen ein: (von links) Manuel Pahl und Lennart Kleemann von der Herstellerfirma Elkamet, Bürgermeisterin Barbara Eckes sowie die beiden Fachbereichsleiter Jürgen Saure und Sebastian Prause. © Foto: Florian Held Stadt Frankenberg/nh

Vier alarmgesicherte Fahrradboxen stehen seit dieser Woche in Frankenberg zum kostenlosen Testen bereit. Einmal verriegelt, kann das Rad nicht mehr aus der Box entfernt werden.

Frankenberg – Die Stadt Frankenberg testet derzeit ein smartes Fahrradparksystem. Vier schwarze Fahrradabstellboxen stehen seit Anfang der Woche vor dem ehemaligen Kloster St. Georgenberg in Frankenberg, direkt an der Kreuzung Uferstraße/Bahnhofstraße. Sie bieten an zentraler Stelle einen sicheren Stellplatz für Fahrräder, teilt die Stadtverwaltung mit.

So funktioniert die Fahrradbox

1. Helm am Haken im Innern aufhängen.

2. Fahrrad mit dem Vorderrad in die Box stellen.

3. Mit dem Smartphone den QR-Code auf der Box scannen für die Weiterleitung zum App-Store.

4. Stowy-App kostenlos herunterladen und registrieren.

5. Bestätigungscode eingeben (kommt per E-Mail).

6. Anmelden, Standort und Box auswählen und auf „Abschließen“ tippen.

7. Ein kurzer Signalton bestätigt, dass die Box verriegelt ist.

Bei dem System handelt es sich um das neu entwickelte Fahrradparksystem Lock2Go der Biedenkopfer Firma Elkamet, das erst seit Kurzem auf dem Markt ist. Gemeinsam mit dem Hersteller hat die Stadt die Testphase in die Wege geleitet. Die Aufstellung erfolgt zunächst bis Ende Oktober. Alle Fahrradfahrer sind eingeladen, das System im Testzeitraum ausgiebig und unverbindlich zu testen.

Innovatives System von Biedenkopfer Firma Elkamet

„Wenn wir hier in der Region schon so ein innovatives Unternehmen haben, dann sollten wir uns deren Produkte auch anschauen“, sagt Bürgermeisterin Barbara Eckes. „Die Erfahrungen aus der Testphase kommen sowohl der Stadt als auch dem Unternehmen zugute. Wir freuen uns entsprechend über viele Testerinnen und Tester bis Ende Oktober.“

In Zeiten, in denen manche Räder fast so viel wert seien wie ein Kleinwagen, sei ein sicherer Abstellplatz für Nutzer sehr wichtig. „Ziel ist es, in der Stadt sichere, komfortable und gut erreichbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen und damit den Radverkehr weiter zu stärken“, betonen die städtischen Fachbereichsleiter Sebastian Prause und Jürgen Saure. „Die Erfahrungen aus der Testphase sowie die Rückmeldungen der Nutzenden werden sorgfältig ausgewertet. Sind die Reaktionen positiv, können wir uns eine Einrichtung der Fahrradabstellanlagen im gesamten Stadtgebiet vorstellen.“

Nutzung ist kostenfrei

Die Nutzung des Systems ist komplett kostenfrei. Ver- und Entriegeln der Box erfolgt über eine kostenfreie App, ein weiteres Schloss ist nicht nötig. Eine Kurzanleitung auf der Fahrradbox erklärt die Handhabung und führt über einen QR-Code direkt zum App-Download. Interessierte können die App mit Namen Stowy aber auch schon im Vorfeld zu Hause herunterladen. Beim Einschieben des Rades sorgen zwei weiche, schwarze Bürstenleisten dafür, dass keine Kratzer an der Felge entstehen. Eine Kontroll-LED zeigt sofort an, ob alles verriegelt ist.

Über den einfachen App-Zugang hinaus habe das Fahrradparksystem noch einige weitere Vorteile gegenüber einem klassischen Fahrradbügel: Die Box aus hochfestem Polyethylen verwahrt auch den Fahrradhelm im Innern sicher und trocken. Einmal verriegelt, ist das eigene Fahrrad zudem alarmgesichert und kann nicht aus der Box entfernt werden.