So fahren Sie sicher bei schlechter Sicht im Herbst

Stand: 08.09.2026, 14:12 Uhr

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Ein Auto fährt bei Starkregen über eine Landstraße

Falsche Beleuchtung oder zu schnelles Fahren bei schlechter Sicht können nicht nur gefährlich sein, sondern auch teuer werden. © Julian Stratenschulte/dpa

Plötzlich setzt starker Regen ein, und das Auto vor einem ist kaum mehr sichtbar. Auch Nebel kann die Sicht beim Fahren stark einschränken - und zur Gefahr werden. Was Sie im Herbst beachten sollten.

München - Wenn Nebel, Regen oder Schnee die Sicht auf der Straße einschränkt, sollten Autofahrer sich nicht blindlings auf eine automatische Beleuchtung verlassen. Denn sonst riskieren sie schwere Unfälle, warnt der TÜV Süd.

Die Prüforganisation rät davon ab, bei witterungsbedingt stark eingeschränkter Sicht den Lichtschalter auf „Auto“ zu stellen und empfiehlt Fahrenden, die Beleuchtung dann manuell an die Sichtverhältnisse anzupassen.

Licht-Automatik problematisch bei Nebel, Regen oder Schnee

Das Problem bei Nebel, starkem Regen oder Schneefall: Die Automatik funktioniert womöglich nicht verlässlich, da die Sensorik meist nur zwischen hell und dunkel unterscheiden kann, erklären die Experten.

Die Nebelschlussleuchte darf man bei Nebel übrigens nur aktivieren, wenn die Sichtweite unter 50 Meter sinkt. Sonst kann der nachfolgende Verkehr gefährlich geblendet werden. Als Orientierungshilfe können die Leitpfosten am Straßenrand dienen. Diese stehen in Deutschland in der Regel im Abstand von 50 Metern.

Bußgeld kann drohen

Wer die Beleuchtung nicht an die Sichtverhältnisse anpasst, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung. Fährt man beispielsweise lediglich mit Standlicht, werden laut Bußgeldkatalog 10 Euro fällig.

60 Euro und ein Punkt in Flensburg drohen, wenn ein Fahrer ohne Abblendlicht außerorts trotz erheblicher Sichtbehinderung, also etwa bei Nebel, Regen oder Schnee, unterwegs ist.

Bremsbereit sein und vorausschauend fahren

Wichtig zu wissen: Bei Nebel wirken vorausfahrende Autos sowie Objekte vor dem Fahrzeug optisch weiter entfernt, als sie tatsächlich sind. Außerdem kann durch die vorbeiziehenden Nebelschwaden das Gefühl für die eigene Geschwindigkeit verloren gehen. Mit der Folge, dass das eigene Tempo oft unterschätzt wird.

Sind die Sichtverhältnisse also witterungsbedingt nicht gut, muss man die Geschwindigkeit anpassen und auf ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern achten. Denn bei einem zu geringen Abstand kann bereits minimales Abbremsen zu schweren Massenkarambolagen führen, warnt der TÜV Süd.

Deshalb der Rat der Experten: Immer nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug innerhalb der einsehbaren Strecke sicher zum Stehen kommt. Liegt die Sicht bei unter 50 Metern, gilt übrigens auf allen Straßen ein striktes Tempolimit von maximal 50 km/h. dpa