Sonnenfinsternis 2026 fotografieren? Das sollten Sie für gute Aufnahmen beachten

So fotografieren Sie die Sonnenfinsternis mit Smartphone oder Kamera

Stand: 01.08.2026, 14:06 Uhr

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Sonnenfinsternis 2026 fotografieren? Diese Fehler gefährden Augen und Kamera. Doch für das perfekte Bild kommt es auf einen Kniff an.

München – Europa steht vor einem seltenen Spektakel am Himmel: Am 12. August 2026 zieht eine Sonnenfinsternis über den Kontinent. Während sich der Kernschatten von Island über den Atlantik bis nach Spanien schiebt und man dort eine totale Sonnenfinsternis erleben kann, kann man in Deutschland kurz vor Sonnenuntergang eine tiefe partielle Verfinsterung sehen – bis zu 90 Prozent der Sonne werden vom Mond verdeckt. Ein Traum für Fotografie-Fans. Doch wer das Ereignis fotografieren möchte, sollte ein paar Kniffe kennen.

Zum Fotografieren einer Sonnenfinsternis benötigt die Kamera einen Sonnenfilter. (Archivbild)

Zum Fotografieren einer Sonnenfinsternis benötigt die Kamera einen Sonnenfilter. (Archivbild) © IMAGO/Berlinfoto

Wer mit der Kamera direkt auf die Sonne hält, ruiniert nicht nur die eigenen Augen, sondern verschmort im Zweifel auch den Sensor der Kamera. Solange auch nur eine feine Sichel der Sonne zu sehen ist, gilt: Sowohl das menschliche Auge als auch die Kamera benötigen einen Filter. Für die Kamera – egal ob Spiegelreflex, Systemkamera oder Smartphone – benötigt man einen speziellen Sonnenfilter. „Erst wenn der Mond die Sonne bei der Totalität komplett verdeckt, sollten Sie den Filter abnehmen, sodass Sie die äußere Atmosphäre der Sonne sehen können – die Corona“, heißt es bei der US-Raumfahrtorganisation NASA.

Sonnenfinsternis fotografieren: Nicht nur die Sonne direkt ist ein tolles Fotomotiv

Man benötigt kein teures Equipment für tolle Aufnahmen. Ein Teleobjektiv ist zwar klasse, um detailscharfe Porträts der Sonne einzufangen, aber Weitwinkelaufnahmen haben ihren ganz eigenen Reiz. Ein Smartphone oder eine normale Brennweite fangen das schwindende Licht, das Landschaftspanorama und den verfinsterten Himmel am späten Nachmittag oft viel dramatischer ein. Wichtig ist dabei allerdings ein stabiles Stativ samt Fernauslöser oder Timer, damit nichts verwackelt.

Außerdem gilt: Wer nur starr in den Himmel blickt, verpasst die Hälfte der Magie. Gerade in der Zeit rund um die Totalität heißt es, aufmerksam zu sein. Denn wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, passieren am Boden faszinierende Dinge: Schatten werden plötzlich ungewöhnlich scharfkantig. Wenn Sonnenlicht durch das Blätterdach von Bäumen sickert, funktioniert jedes einzelne Blattpaar wie eine kleine Lochkamera – der Boden übersät sich mit hunderten kleinen Licht-Sicheln. Auch die Reaktionen der Mitbeobachter oder die ungewohnte Stimmung am Horizont sind spannende Motive.

Vor der Sonnenfinsternis: Testen Sie Ihre Kamera und üben Sie

Eine Sonnenfinsternis wartet auf niemanden. Wer erst im entscheidenden Moment anfängt, im Kameramenü nach Einstellungen zu suchen, verliert wertvolle Zeit. Testen Sie das Set-up bereits Tage vorher an der normalen Sonne. Ein bewährter Trick für das Hauptereignis: Belichtungsreihen. Dabei schießt die Kamera automatisch mehrere Bilder hintereinander mit unterschiedlicher Belichtungszeit. So stellen Sie sicher, dass sowohl die hellen Bereiche direkt an der Sonne als auch die feinen, dunkleren Ausläufer des Himmels auf mindestens einem Foto perfekt abgebildet sind.

So groß die Lust auf das perfekte Foto ist: Nutzen Sie die wenigen Minuten des Spektakels nicht nur hinter dem Sucher. Wenn der Tag schlagartig zur Nacht wird, die Temperaturen spürbar fallen und die ersten Sterne am Nachmittag auftauchen, ist das hauptsächlich ein Gänsehaut-Moment für die eigenen Sinne. Machen Sie Ihre Fotos – und blicken Sie dann einfach für ein paar Sekunden ohne Kamera gen Himmel, um das Ereignis für immer in Ihrem Kopf abzuspeichern. (Quelle: NASA) (tab)