„Habe den Anspruch, Führungsspieler zu sein“: Warum Koch weiterhin Kapitän der Eintracht bleiben will

So hart kämpft Robin Koch um seine Rolle als Kapitän der Eintracht

Stand: 17.07.2026, 08:13 Uhr

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Robin Koch hat sich bestens erholt und fokussiert präsentiert. Bleibt er Kapitän von Eintracht Frankfurt? Der Innenverteidiger betreibt Eigenwerbung.

Frankfurt – Braun gebrannt, gestählte Muskulatur, offen und selbstkritisch: Robin Koch hat sich bei der ersten Spieler-Pressekonferenz der seit Montag laufenden Vorbereitung bei Eintracht Frankfurt in einer guten Verfassung präsentiert. Dabei hat Trainer Adi Hütter offen gelassen, wer die Mannschaft in der kommenden Saison als Kapitän auf den Platz führt.

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In den Schmollwinkel zurückziehen? Das würde nicht zu Koch passen. Der 30 Jahre alte Abwehrmann sagte stattdessen entschlossen: „Seitdem ich hier angekommen bin, habe ich den Anspruch gehabt, vorwegzugehen und Führungsspieler zu sein. Kapitän für die Eintracht zu sein, ist eine ganz besondere Ehre. Ich fühle mich bereit dazu, das so fortzuführen.“

Eintracht-Abwehrchef Koch will wieder Kapitän werden

Koch ist sich bewusst, dass auch er in der vergangenen Saison nicht an sein Leistungsmaximum herankam. Teilweise hat er sich mit Schmerzen durch die Partien gekämpft, dann verlor er seinen Platz in der Nationalmannschaft und hatte keine Chance mehr auf das WM-Ticket. Das waren persönliche Niederschläge, die nicht spurlos an einem Menschen vorbeigehen.

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Der gebürtige Pfälzer hat sich dennoch immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Einer, der sich mit der Rolle als Führungsspieler bestens auskennt, ist Sebastian Rode. Die Eintracht-Legende sagte im Mai im exklusiven Format Face 2 Face von Absolut Eintracht: „Es ist nicht immer einfach. Wenn es gut läuft, dann hast du schöne Zeiten und kannst positive Interviews führen. Aber wenn du im Negativfall unter Druck stehst und dich Woche für Woche rechtfertigen musst, dann gehen dir die Argumente aus.“

Die Binde könne dann etwas schwerer wiegen. Koch hat sie allerdings zu keinem Zeitpunkt als eine Last empfunden. Auf die im Umfeld beliebten Spieler David Abraham, Rode und Kevin Trapp zu folgen, ist eine schwierige Aufgabe. Kochs Leistungsschwankungen alleine auf das Gewicht der Binde zurückzuführen, käme daher zu kurz. Die Gründe sind vielfältig, die Frankfurter fanden als Kollektiv zu selten statt. Dadurch kann sich auch der Einzelne kaum entfalten.

Sebastian Rode im exklusiven Gespräch

Absolut Fussball hat im Mai mit Eintracht-Legende und Ex-Kapitän Sebastian Rode im Format Face 2 Face gesprochen. Schauen Sie sich das Interview in voller Länge hier an.

Mit drei verschiedenen Trainern an der Seitenauslinie zu viel Unruhe im gesamten Klub und die Champions-League-Reise wurde gegen starke Konkurrenz zu einer Frustveranstaltung. Ob ein anderer Kapitän für mehr Ordnung hätte sorgen können? Das kann nicht beantwortet werden. Koch ist und bleibt – ob mit oder ohne Binde – ein Führungs- und Achsenspieler bei den Frankfurtern.

Davon zeigte sich auch Rode überzeugt: „Robin ist unangefochtener Stammspieler und extrem wichtig für die Mannschaft. Er ist ein super Typ, der erst seit einem Dreivierteljahr die Binde trägt. Deshalb muss man ihm noch Zeit geben.“ Mit Hütter hat die Mannschaft nun einen Coach, der wieder klare Linien vorgibt.

Koch-Lob für Eintracht-Trainer Hütter

„Er hat schon sehr viel Erfahrung als Trainer gesammelt. Das überträgt er auf die Mannschaft. Wir haben wieder Ruhe. Die Intensität, die wir im Training haben, werden wir benötigen. Der erste Eindruck ist sehr gut“, lobte Koch den Rückkehrer. Er selbst hat die Sommerpause genutzt und intensiv an sich und seinem Körper gearbeitet.

Nnamdi Collins zeigte sich in einem Eintracht-Format angetan vom körperlichen Zustand des Kollegen. Koch hat das Ziel, seine Topform wiederzufinden. Der Innenverteidiger hat in seinen ersten beiden Jahren bei der Eintracht überzeugt. Er ist zudem stark in der Luft und torgefährlich (17 Scorerpunkte in 127 Partien für die Eintracht). Diese Attribute sind für die Frankfurter enorm wichtig.

Auch deshalb stieg er bei seiner Vertragsverlängerung zu den Topverdienern auf. Der Wert von Koch hängt zwar nicht nur an der Kapitänsbinde fest. Allerdings geht es bei diesem Stück Stoff um den Arm um Prestige. Den anstehenden Umbruch jedenfalls will Koch als Kopf der Hierarchie anleiten. Das Trainingslager in Grassau (23. Juli bis 1. August) wird dafür richtungsweisend – für das Kapitänsamt und für die Saison.