Baku: Für Antonelli geht die mühsame Schadensbegrenzung auf
So wird man Weltmeister
Für Antonelli geht die mühsame Schadensbegrenzung gut auf
George Russell triumphiert in Baku im Duell mit Max Verstappen. Kimi Antonelli bleibt WM-Leader nach einer starken Aufholjagd, während Franco Colapinto für Diskussionen sorgt.
Publiziert: 18:50 Uhr
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Aktualisiert: vor 36 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- George Russell gewinnt in Baku mit 0,196 Sekunden Vorsprung auf Verstappen
- Fünf Strafplätze für Colapinto nach Kollision mit Gasly und Norris
- Russell nur noch 66 Punkte hinter WM-Leader Antonelli nach 51 Runden
Roger BenoitFormel-1-Experte
Nach 51 Runden rettete der souveräne Pole-Mann George Russell (28) mit dem Mercedes im Duell gegen Max Verstappen (29) im Red Bull 0,196 Sekunden ins Ziel. Baku sah erst in der zweiten Rennhälfte einen verrückten Grand Prix.
Mit einem süsssauren Lächeln stieg WM-Leader Kimi Antonelli (20) aus seinem Mercedes. Der fünfte Platz nach Startposition 16 (Crash in der Qualifikation) brachte dem Italiener immerhin zehn weitere Zähler ein. Damit liegt Russell nur noch 66 Punkte hinter dem Teamkollegen. Fängt mit 66 wirklich ein neues Leben an, wie es vor bald 50 Jahren Udo Jürgens sang?
Nun, Russell (jetzt acht Siege wie Antonelli) weiss genau, dass er in den beiden nächsten Rennen (Sepang, Singapur) den fünften Motor braucht, was ihn mit den Strafen ans Ende des Starterfeldes wirft.
Für Antonelli ist die mühsame Schadensbegrenzung gut aufgegangen. Der Mann aus Bologna ist in seinem Ärger wieder ein beherztes Rennen gefahren – nach vielen Geduldsproben hinter der langsameren Konkurrenz. So gewinnt man Weltmeisterschaften. Auch Kimi Antonelli.
Es war nicht viel los in Baku. Bis es 19 Runden vor dem Ende krachte. Albon hatte den Williams aus der Kontrolle verloren, schlug brutal ein. Gelb und dann Safety-Car. Das Feld zog sich zusammen. Beim Neustart lag Antonelli an 8. Stelle nur noch knapp acht Sekunden hinter Leader Russell.
Fünf Strafplätze für Colapinto
Kaum waren die restlichen 18 Fahrer (beide Aston Martin schieden mit Wasser- und Motorschäden vorzeitig aus) wieder auf der Jagd, stand der zweite fliegende Neustart an.
Diesmal tobte nach wenigen Sekunden an der Boxenmauer ein Chef: Flavio Briatore (75). Beim Anbremsen der ersten Kurve schoss Colapinto seinen Alpine-Teamkollegen Gasly (beide lagen klar in den Punkten) ab. Und als Kettenreaktion riss das Duo auch noch Weltmeister Norris (McLaren) aus dem Rennen. Colapinto kassierte für Malaysia fünf Strafplätze.
Der Brite Norris kann im Papaya-Auto den WM-Titelkampf genauso vergessen wie die beiden Ferrari: 4. Leclerc, 6. Hamilton. Die Roten fahren seit einigen Rennen einfach irgendwo mit. Ohne gross auf- oder abzufallen. Nächste Saison ist es dann 20 Jahre her, seit dem letzten Fahrer-Titel mit Kimi Räikkönen (46)!
Red Bull ganz zahm
Neben Mercedes macht klar Red Bull den stärksten Auftritt. Nach der Verletzungspause von drei WM-Läufen war Isack Hadjar (21) sofort wieder da – und lieferte seinem «Chef» Verstappen (sechs Podeste in den letzten acht Rennen) packende Kämpfe. Mit viel Respekt.
Als ihn Red Bull nach 18 Runden fragte, ob er hinter Verstappen schneller fahren könnte, sagte der Franzose: «Ja, zwei, drei Zehntel. Aber ich fühle mich da wohl, wo ich jetzt bin!» Hadjar später: «Kann ich jetzt vorbei?» Die Antwort kam vom «Chef» selbst – Verstappen machte Hadjar sofort den Weg frei.
Vielleicht ein Kapitel ins rote Lehrprogramm von Maranello. Aber irgendwie bekommt man das Gefühl, Teamchef Vasseur wäre zufrieden, wenn am Ende Hamilton (199 Punkte) und Leclerc (179) sehr nahe beieinander liegen. Egal auf welcher Position.
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