Schon wieder! Hitze kehrt schon bald zurück - Stadt knackt Wetter-Marke gleich 54 Mal

Sommer zeigt sich von seiner extremen Seite – eine Stadt knackt Temperatur-Marke gleich 54 Mal

Stand: 21.08.2026, 13:57 Uhr

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Der Sommer 2026 geht in die Geschichte ein: An hunderten Wetterstationen purzelten die Hitzetage-Rekorde. Eine Wetterkolumne von Dominik Jung.

Rheinfelden – Was sich da über die Sommermonate zusammengebraut hat, sucht seinesgleichen. An der Spitze steht das südbadische Rheinfelden mit unglaublichen 54 Hitzetagen – also 54 Tagen, an denen das Thermometer die 30-Grad-Marke geknackt hat. Dicht dahinter folgt Müllheim mit 51 solcher Tage.

Ein ausgetrockneter Bach.

Es ist ein Jahrhundertsommer. Der Sommer 2026 sucht seinesgleichen. Noch nie gab es so viele Hitzetage an den Wetterstationen wie in diesem Jahr. © picture alliance/dpa/APA | Helmut Fohringer

Das ist umso bemerkenswerter, weil der alte Bestwert dort bei 41 lag, aufgestellt im Hitzejahr 2022. Gemessen wird in Müllheim seit 1947 – und nie zuvor war ein Sommer derart glühend heiß. Auch Ohlsbach und Wutöschingen kommen auf glatte 50 Tage, Freiburg und Wolfach auf jeweils 47.

244 Stationen mit neuem Saisonrekord: Sommer 2026 geht in die Geschichte ein

Es ist längst kein Einzelfall mehr. Von 488 ausgewerteten Wetterstationen meldeten sage und schreibe 244 einen neuen Saisonrekord bei den Hitzetagen. Besonders eindrücklich ist Trier-Zewen: Dort stehen 43 Hitzetage zu Buche, der bisherige Rekord aus dem Jahr 2022 lag bei 36 – und das bei einer Messreihe, die bis 1907 zurückreicht.

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In Rheinland-Pfalz brachte es Bad Dürkheim auf 44 Tage, Bad Kreuznach auf 43. Saarbrücken zählte ebenfalls 44 Hitzetage, und selbst im fränkischen Kitzingen wurden 44 solcher Tage registriert. Der Süden und Westen litten am heftigsten.

Serie von Hochdruckgebieten sorgte für beispiellose Hitze – ab nächster Woche kehrt sie zurück

Der Grund für diese Dauerhitze war eine ganze Serie kräftiger Hochdruckgebiete, die sich über Wochen kaum vom Fleck rührten. Regen fiel viel zu selten, die Böden trockneten immer weiter aus – und bei praller Sonne heizte sich die Luft Tag für Tag aufs Neue auf.

Für viele Regionen bedeutet das nicht nur einen Rekord in den Statistiken, sondern handfeste Probleme mit Trockenheit und Niedrigwasser. Und ganz vorbei ist der Sommer noch nicht: Auch die zweite Augusthälfte hat noch einmal ordentlich Hitze im Gepäck. Ein Sommer für die Geschichtsbücher – ob uns das gefällt oder nicht.