Sie wollen die Sonnenfinsternis beobachten? Diese Schutzbrille brauchen Sie

Am kommenden Mittwoch dürften sich ab etwa 19 Uhr deutscher Zeit viele Blicke erwartungsvoll in den Himmel richten. Ist der wolkenfrei, lässt sich dort eine partielle Sonnenfinsternis verfolgen. Der Mond verdeckt dann einen Großteil der Sonne, über Deutschland zu rund 85 Prozent.

Worauf muss man achten, wenn man das Spektakel mit eigenen Augen verfolgen will? Lesen Sie hier, was wichtig ist und was Sie tunlichst unterlassen sollten.

Warum sollte man nicht mit bloßen Augen in die Sonne schauen?

Wer sich dieses Himmelsspektakel mit ungeschützten Augen anschaut, riskiert Schäden an der Netzhaut. Davor warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Innerhalb kürzester Zeit kann das Sonnenlicht an dieser lichtempfindlichen Schicht im Auge bleibende Schäden verursachen.

Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Erblindung kommen. Tückisch: Für drohende Netzhautschäden gibt es keine Warnsignale. Bemerkt man Probleme beim Sehen, ist es schon zu spät. Damit das nicht passiert, sollte man seine Augen also gut schützen.

Wirksamen Schutz beim direkten Blick auf das Spektakel bietet nur eine Schutzbrille, die speziell dafür gemacht ist. Sie lässt maximal 0,001 Prozent des Sonnenlichts durch und hat extrabreite Bügel, damit möglichst wenig Licht von der Seite ins Auge fallen kann. Sichere Modelle sind an der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 sowie an einer CE-Kennzeichnung zu erkennen.

Wie erhalte ich eine solche Schutzbrille?

Viele Optiker haben Schutzbrillen ohnehin bei sich im Onlineangebot. Wer nicht im Internet bestellen kann oder will, dürfte nach Angaben des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) aber auch im stationären Handel fündig werden. »Wir gehen davon aus, dass zahlreiche Augenoptikbetriebe anlässlich der Sonnenfinsternis geeignete Sonnenfinsternisbrillen anbieten werden«, teilt der Verband mit.

Sind Schutzbrillen auch für Kinder geeignet?

Auch Kinder müssen beim Blick in eine Sonnenfinsternis ihre Augen mit einer zertifizierten Schutzbrille verdecken. Wichtig ist laut Optikerverband ZVA, dass diese gut am Gesicht anliegt, um den Einfall von Streustrahlung und damit das Risiko von Schädigungen der Netzhaut zu reduzieren. Bei Unsicherheit über Sitz und Passform könne ein Augenoptiker helfen. »Die Experten für gutes Sehen können gemeinsam mit den Kunden prüfen, ob die Brille richtig sitzt, zuverlässig abschließt und für die sichere Beobachtung der Sonne geeignet ist.«

Kann ich eine alte Schutzbrille noch mal verwenden?

In der Schublade liegt noch eine alte Schutzbrille von der letzten Sonnenfinsternis? Die schaut man sich am besten genau an, ehe sie auf die Nase wandert. Ist die Folie zerkratzt, hat Löcher oder Risse, rät das BfS von der Benutzung ab. Dann besteht das Risiko, dass sie nicht mehr ausreichend schützt.