Sonnenfinsternis löst Welle von Klinikbesuchen aus – was Mediziner dazu sagen
Sonnenfinsternis hat für viele nun doch Folgen: Kliniken melden dutzende Patienten
Stand: 13.08.2026, 18:41 Uhr
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Nach der Sonnenfinsternis wurden zahlreiche Menschen in Krankenhäusern vorstellig. Sie klagten über Schwindel und Kopfschmerzen. Mediziner ordnen ein.
Frankfurt – Die Sonnenfinsternis am Mittwoch (12. August) mitzuerleben, war für viele ein Muss. Die Spezialbrillen zum Beobachten des Himmelsschauspiels waren vielerorts vergriffen. Im Netz kursierten diverse Anleitungen, wie man sich die Brillen selbst bauen kann. Eigentlich sollten also alle Zuschauer gut geschützt gewesen sein. Trotzdem hatte die Sonnenfinsternis für einige Folgen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet meldeten sich im Nachgang der Sonnenfinsternis zahlreiche Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden in Krankenhäusern. Zu den Symptomen gehörten unter anderem Kopfschmerzen und Schwindel.
Nach Sonnenfinsternis melden sich Dutzende mit Kopfschmerzen und Schwindel in Krankenhäusern
Allein in Mannheim wurden nach der Sonnenfinsternis etwa 20 Personen vorstellig, wie Robert Patrick Finger, Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum Mannheim, berichtet. Bleibende Schäden wird allerdings niemand davontragen. „Bei all diesen Fällen rechnen wir aber damit, dass das spurlos verschwindet“, so Finger bei der dpa.
In Stuttgart suchten ebenfalls mehrere Menschen eine Klinik auf, weil sie fürchteten, durch das Beobachten des Himmellschauspiels einen Schaden davongetragen zu haben. Die Ärzte konnten sie jedoch beruhigen: „Bei keinem Patienten konnte ein Schaden festgestellt werden“, erklärte eine Sprecherin des Klinikums Stuttgart. Ebenso verhielt es sich in Freiburg, wo ebenfalls mehrere Personen nach der Sonnenfinsternis mit Beschwerden ins Krankenhaus gingen.
Bereits im Vorfeld hatten Augenärzte eingehend gewarnt, nicht ohne Augenschutz während der Sonnenfinsternis in den Himmel zu schauen. Doch was würde in diesem Fall eigentlich passieren? Das erklärte Christopher Wirbelauer, Ärztlicher Direktor der Augenklinik Berlin-Marzahn GmbH, dem Tagesspiegel: „Wenn wir längere Zeit in die Sonne hineinschauen, kann es die Netzhaut beschädigen.“
Und ein solcher Schaden ist gravierend, denn da es sich bei der Netzhaut um Nervengewebe handelt, regeneriert sich diese nicht wieder. Im schlimmsten Fall kann es dann zu einer schweren Sehschwäche kommen. (Quellen: dpa, Tagesspiegel) (sp)