Trump plant wohl Rückkehr zum Iran-Krieg: US-Armee schmiedet schon Pläne für neue Angriffe auf Mullahs
Sorge vor einer neuen Iran-Eskalation: Trump soll wohl an neuen Bombardierungsplänen arbeiten
Stand: 31.07.2026, 19:51 Uhr
Nach Irans jüngstem Raketenangriff prüft Trump offenbar eine neue Großoffensive. Ein US-Admiral hat dafür bereits einen detaillierten Angriffsplan ausgearbeitet.
Washington, D.C. – Nach dem jüngsten iranischen Raketenangriff auf US-Streitkräfte steht Präsident Donald Trump vor einer weitreichenden Entscheidung. Während das US-Militär bereits Vergeltungsschläge gegen Ziele im Iran geflogen hat, liegt dem Weißen Haus laut einem Bericht des Wall Street Journal ein Plan für eine deutlich umfangreichere Militärkampagne vor. Entwickelt wurde er von Admiral Brad Cooper, dem Kommandeur des US-Zentralkommandos (CENTCOM).

Iran-Krieg: USA planen offenbar neue Angriffe gegen das Regime
Coopers Konzept sieht eine intensive Luftoffensive über einen Zeitraum von zehn bis 14 Tagen vor. Ziel wäre es, Irans Raketen-, Drohnen- und Kommandoinfrastruktur so weit zu zerstören, dass Teheran seine Angriffe auf US-Streitkräfte und die Schifffahrt in der Region kaum noch fortsetzen könnte.
Der Plan geht damit deutlich über die bisherigen Vergeltungsschläge hinaus. Bereits in der Nacht zum Donnerstag griff das US-Militär nach eigenen Angaben Dutzende Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden an, darunter Kommandozentralen sowie Raketen- und Drohnenstellungen. Ob daraus eine längere Luftkampagne wird, ist bislang offen. Ein zentrales Argument Coopers ist nach Angaben mit den Beratungen vertrauter Personen die sinkende Zahl verfügbarer US-Abfangraketen. Werden Irans Raketenarsenale bereits am Boden zerstört, müssten die USA deutlich weniger Patriot- und andere Luftabwehrraketen zur Verteidigung eigener Stützpunkte einsetzen.
General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, bewertet die Lage jedoch vorsichtiger. Er soll das Weiße Haus mehrfach darauf hingewiesen haben, dass die Bestände an Luftabwehrmunition begrenzt seien und auch für andere Regionen – etwa zur Abschreckung Russlands, Chinas oder Nordkoreas – benötigt würden. Ein neuer Großeinsatz sei zwar militärisch möglich, würde die Risiken jedoch erhöhen.
Iran-Krieg: Trump schwankt zwischen Krieg und Diplomatie
Wie weit Trump gehen will, ist derzeit unklar. Nach dem iranischen Überraschungsangriff auf US-Streitkräfte in Jordanien kündigte er eine harte Reaktion an. „Wir werden sie hart treffen“, sagte der Präsident in einem Interview. Gleichzeitig betonte er jedoch, man werde den Iran weiter verhandeln lassen und halte sich alle Optionen offen. Nach Angaben aus Regierungskreisen befindet sich Trump zwar in einer „eskalierenden Stimmung“, erwägt aber weiterhin sowohl eine begrenzte militärische Antwort als auch eine deutlich umfassendere Offensive nach Coopers Plänen.
Während Verteidigungsminister Pete Hegseth den Vorschlag des CENTCOM-Kommandeurs unterstützen soll, warnen Kritiker innerhalb und außerhalb der US-Regierung vor einer weiteren Eskalation. Bereits in der ersten Phase des Krieges seien zahlreiche iranische Raketenstellungen bombardiert worden. Dennoch habe Teheran immer wieder unterirdisch gelagerte Abschusssysteme aktiviert und neue Angriffe gestartet.
Diese Fähigkeiten wurden nach Einschätzung der US-Streitkräfte zuletzt erneut deutlich, als iranische Raketen amerikanische Einrichtungen in Jordanien ins Visier nahmen. Das CENTCOM erklärte anschließend, sämtliche Raketen seien erfolgreich abgefangen worden. Ob Trump nun bei begrenzten Vergeltungsschlägen bleibt oder Coopers zweiwöchige Luftoffensive freigibt, gilt als eine der wichtigsten militärischen Entscheidungen der vergangenen Monate. Ein solcher Schritt könnte den Krieg mit dem Iran erheblich ausweiten. (Quellen: Wall Street Journal, Bild, eigene Recherche) (bb)